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„So eine Entscheidung will gut überlegt sein“

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„So eine Entscheidung will gut überlegt sein“ Quelle: TV Reutlingen

Nach dem letzten Punkt beim 9:0-Erfolg beim TC Weiß-Blau Würzburg brach der Jubel beim TV Reutlingen aus. Ungeschlagen wurde das Team aus Baden-Württemberg Meister der 2.Bundesliga Süd. Anlässlich des Erfolgs sprachen wir mit dem Teamchef der Reutlinger, Rainer Renz, über die packende Saison.

DTZ: Erst einmal einen Glückwunsch an den Verein und die Spieler. Wie sah die Meisterfeier aus?
Renz: Wir haben es gebührend gefeiert. Die Würzburger Fans haben die Anlage schnell verlassen. Wir waren 30 bis 40 Personen und waren noch zwei bis drei Stunden mit einem Teil der Spieler zusammen.

Wird man den TV Reutlingen auch in der kommenden Saison in ersten Bundesliga sehen?
Renz: So eine Entscheidung will gut überlegt sein. Wir (Rainer Renz und die Vereinsverantwortlichen/Anm. Red.) werden sicherlich während meines Urlaubs telefonieren. Der Tennisverein muss es ja auch tragen. Wir werden es in den nächsten drei bis vier Wochen entscheiden.

Was waren die Gründe für die Stärke in der Saison?

Renz: Der Hauptgrund war sicherlich die gute Leistung des Teams. Es war aber sicherlich auch der Faktor Glück. Wir hatten vier Siege mit dem Endergebnis von 5:4. Gegen Hainsacker lagen will im Doppel hoffnungslos zurück und haben dennoch gewonnen. Und auch das 5:4 gegen Oberweier war extrem knapp. Da letzte Doppel gewannen wir (Florian Fallert/Stephan Hoiss gegen Paul Wörner/Andrej Kracman) 16:14 im Match-Tie-Break. Dabei gab es sechs Matchbälle für Oberweier, die wir abwehren konnten. Am Ende nutzten den Ersten für uns. Wir hatten also oft das Glück dem Tüchtigen auf unserer Seite.

War das Spiel gegen Grosshesselohe das Schlüsselspiel?
Renz: Der Schlüssel zum Aufstieg war der Sieg gegen Großhesselohe. Das Spiel gegen Hainsacker, das wir 5:4 gewonnen haben, zeigte die Nervenstärke und unser Glück in der Saison. Das war sicherlich das Signal an die Mannschaft, dass wir diese Saison was reißen können. Wir wollten gewinnen und immer weiter kommen. Hainsacker war für mich der Beleg das die Jungs es schaffen können.

Welche Spieler haben sie in der Spielzeit positiv überrascht?

Renz: Es gewinnt keiner allein die Meisterschaft. In erster Linie war das Team überragend. Natürlich sprechen solche Ergebnisse von Herrn Berrer (7:0-Matchbilanz) ihre eigene Sprache. Aber auch Jonathan Eysseric mit einer 3:0-Bilanz bei drei Einsätzen muss man dort erwähnen. Die Zahlen des ganzen Teams sprechen für sie für sich.

Fühlen sich das Team und der Verein bereit für die erste Liga?

Renz: Wir haben schon zweimal Mal in der ersten Liga gespielt. Wir wissen, das dort schneller und härter gespielt wird. Wir haben gesehen was unsere Jungs leisten können. Sollten wir wieder direkt absteigen, wäre es auch nicht schlimm. Wir haben wunderbare Zeiten in der zweiten Liga erlebt. Vor der Saison war unser Ziel eigentlich nur nicht aus der zweiten Liga abzusteigen! Wir wissen aber, das in ersten Liga ganz andere Spieler auf uns warten. Dort ist das gesamte Daviscup-Team im Einsatz. Wir sind nicht blauäugig. Unser Vorgänger im letzten Jahr Weilheim (Zweitligameister 2016) haben bislang eine wunderbare Saison gespielt und schon sechs Punkte geholt. Warum sollte es uns nicht auch gelingen? Wir sind klar informiert. Die Strukturen im Verein müssen dann aber professioneller werden.

Was meinen Sie damit genau?

Renz: Die Spiele sind alle am Sonntag. Wir fahren nicht mehr 50 Kilometer nach Pforzheim oder 150 km nach Würzburg. Der Ballungsraum der Bundesliga ist in Nordrhein-Westfalen. Die Planungen müssen noch besser abgestimmt werden, damit man die Leute am Freitag da hat. Da muss man mit den Spielern konsequent ausmachen.
Wir sind nie mit dem Ziel angetreten Erster zu werden und in die erste Bundesliga zu gehen. Jetzt ist es uns gelungen und es ist legitim, nicht den zweiten Schritt vor dem Ersten zu machen. Bis Ende September fällt eine Entscheidung. Auch für unseren Verband wäre der Aufstieg toll. Wir waren die letzten Bundesligisten des Verbandes im Herrenbereich und wären es wieder.

Kann das Team der Saison gehalten werden, stehen bereits Zu- und Abgänge fest?

Renz: Wir werden das Team in dieser Form zu großen Teilen beibehalten. Vorausgesetzt wir werden mit den Spielern einig. Von Vereins- und meiner Seite aus sollen die Spieler, die zu diesem Erfolg beizutragen haben, bleiben.

 

Die Tabellen der zweiten Liga sowie einen ausführlichen Rückblick auf die erste Liga mit Stimmen der beteiligten Teams lesen Sie in der DTZ-Ausgabe 10/17.

 

 

 

Letzte Änderung amMittwoch, 16 August 2017 10:51

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