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Mit frischem Elan ins Jubiläumsjahr

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Mit frischem Elan ins Jubiläumsjahr © Kurt Vahlkamp

Im siebten Teil unserer Interviewserie sprachen wir mit dem Meister der Jahre 2014, 2015, dem TC Blau-Weiss Halle. Teamchef Thorsten Liebich verriet dabei, warum man keinen Titeldruck verspürt und was man von den beiden Topverpflichtungen Joao Sousa und Nikolos Basiliashvili erwarten darf.

 

Herr Liebich, spüren Sie schon eine Art Vorfreude auf den Saisonstart?

Liebich: Die Vorfreude ist riesengroß. Alle Teams haben ihre Hausaufgaben gut gemacht. Wir haben diese Saison neun attraktive Teams in der Liga. In Halle ist die Vorfreude vielleicht noch etwas größer aufgrund des 60. Vereinsjubiläums und der 20-jährigen Ligazugehörigkeit.

Zum 60-jährigen Vereinsjubiläum ist der Druck etwas größer den Titel zurückzuholen?

Liebich: Nein. Erstens ist ein Titel in der Liga nicht planbar. In einer Saison kann viel passieren - verletzte Spieler oder Turnierverpflichtungen. Man kann nur versuchen eine ambitionierte Mannschaft zusammenstellen. Und zweitens müssen wir nicht Deutscher Meister werden. Wir waren erst 2014 und 2015 Meister.

Mit Joao Sousa ein Coup gelungen ihn für Halle zu gewinnen? Wie konnten Sie ihn überzeugen?

Liebich: Die Kontakte sind in Halle aufgrund der GERRY WEBER Open leicht herzustellen, da wir eine tolle Symbiose zwischen Bundesliga und dem ATP 500er Event haben. Er hat im letzten Jahr in Halle gespielt und hat gute Kontakte zu Struff und Haase. Ich hoffe, dass er bei zwei Heimspielen dabei ist.

Zudem konnten Sie mit Nikolos Basiliashvili einen zweiten starken Spieler holen. Was erwarten Sie sich von der neuen Doppelspitze?
Liebich: Auf der jetzigen Meldeliste sind beide noch auf eins und zwei, in der aktuellen ATP Liste wären beide bei uns an 3 und 4 gelistet. Für uns ist wichtig, dass wir eine Topmannschaft aufstellen können und dem Publikum attraktiven Sport bieten. Basiliashvili ist ein toller Spielertyp, der hart und aggressiv spielt. Wir freuen uns, das er sich für Halle entschieden hat. Man muss aber klarstellen, dass man nicht nur Topspieler braucht. Man benötigt in der Breite ein gutes Team, Spieler wie Jeremy Jahn, Tim Pütz und auch Lennart Zynga u.a. sind extremst wichtig.

Wie schwer wiegt der Abgang von Publikumsliebling Jarkko Nieminen?

Liebich: Jarkko ist bei uns eine Art Mr. Bundesliga, die Spieler im Team haben ihn immer „Legend“ gerufen - ich denke das sagt alles. Er hat 13 Jahre für uns in der Liga gespielt und immer eine ehrliche Leistung abgeliefert-ein echtes Vorbild. So etwas gibt es bei einem ausländischen Spieler selten. Er hatte am Ende seiner Karriere gesundheitliche Probleme an der Ferse und konnte jetzt gar nicht mehr aktiv Sport machen. Andere Spieler, wie Struffi (Jan-Lennard Struff – Anm. Red.) oder Tim Pütz und unser deutscher Holländer Robin Haase fangen seinen Abschied aber super auf.

Zum Auftakt geht es nach Köln. Sind dies die Spiele, wo man den Titel liegen lassen könnte?

Liebich: In der Liga gibt es keine einfachen Spiele mehr. Wenn Köln ihre Topleute aufstellt haben die ein Monsterteam. Jedes Team kann eine Supermannschaft aufstellen-die Kader sind sehr eng geworden. Es ist also egal wo man startet. Wir werden immer mit einer attraktiven Mannschaft spielen und versuchen viele Punkte zu holen.

Welches Saisonziel geben Sie für diese Spielzeit aus?

Liebich: Es gibt fünf bis sechs Teams die oben mitspielen. Dazu gehört auch Halle. Man kann eben auch eine tolle Saison spielen und vierter oder fünfter werden und das macht gerade den Reiz Bundesliga aus. Wenn sich ein wichtiger Spieler wie Struff od. Haase verletzt, kann man auch schnell in untere Regionen kommen.

Wer sind ihrer Meinung nach die diesjährigen Titelfavoriten?

Liebich: Krefeld ist total ausgeglichen besetzt. Sie haben eine super ambitionierte Asche-Mannschaft u.a. mit Melzer Lorenzi und Zeballos. Mannheim ist ziemlich heiß, weil sie länger nicht den Titel geholt haben. Gladbach will, wie sie selber sagen, den Titel verteidigen. Kurhaus Aachen und Halle lauern dahinter. Aber auch Köln kann bei einem Lauf überraschen. Das eine bunte und tolle Truppe, die man noch gar nicht so richtig einschätzen kann, Düsseldorf ist immer gefährlich. Und schon habe ich bald alle Teams genannt. Es ist eben eine tolle ausgeglichene Bundesliga.

 

Am Montag geht es dann weiter mit dem fünffachen Meister aus Mannheim. Mit Gerald Marzenell sprachen wir in seinen Funktionen als Ligasprecher und Teamchef von Grün-Weiss Mannheim über den gestiegenen Stellenwert der Liga und den packenden Meisterkampf in der anstehenden Saison.

Letzte Änderung amSamstag, 01 Juli 2017 15:19

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