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"Mir hat es immer Kopfzerbrechen bereitet"

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"Mir hat es immer Kopfzerbrechen bereitet" TK Kurhaus Aachen

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im siebten Teil der Serie geht es zum Meisterschaftsgeheimfavoriten. Mit dem Aachener Teamchef, Alexander Legsding sprachen wir über das fehlende Lokalderby, Zuschauerentwicklungen und die Situation von Cedrik Marcel Stebe.

 

Herr Legsding,am Sonntag startet die Liga. Wie laufen die letzten Vorbereitungen?

Legsding: Am 8. Juli geht es gegen Weinheim los. Sie werden mit einer starken Mannschaft auflaufen. Am Freitag den 13. kommt Krefeld. Das wird nicht leichter. Wir wollen mit einer starken Mannschaft auflaufen und an den ersten vier bis fünf Spielen so viele Punkte holen, damit wir nicht unten im Tabellenkeller stehen. Im letzten Jahr ist uns ein guter dritter Platz mit dem Verletzungspech gelungen. Die Meldeliste zeigt, dass die Liga noch ausgeglichener ist. Da wird es die eine oder andere Überraschung geben. Zu der Zeit unserer Meisterschaften (2008, 2009, 2011, 2012, 2013; Anm. d. Red.) war die Liga einseitiger, das hat sich zum Glück geändert. Ich setze auf  GW Mannheim, da sie sich enorm verstärkt haben. Aber auch Halle ist extrem stark und Gladbach hat nach einer schlechten Saison seine Hausarbeiten gemacht. Und auch Krefeld hat noch mal den einen oder anderen Spieler geholt. Ob es uns gelingen wird den dritten Platz erneut zu erringen, wird sich zeigen.

 

Beim Blick auf den Kader fällt sofort auf, dass der Club viele junge aufstrebende Spieler sichern konnte. Auf wen sollten wir besonders in dieser Saison gespannt sein?

Legsding: Christian Garin (CHI) wurde schon von Rafael Nadal betreut. Der konnte den Erwartungsdruck nicht verarbeiten und war zu sehr gehypt. Er kann an einem guten Tag jeden Spieler der Top 100 schlagen. Martin Cuevas hat sich von Platz 600 nun 270 in der Weltrangliste vorgespielt. Damals hatte ich mit seinem Bruder gesprochen. Er sagte mir, dass man ihn ohne Bedenken einsetzen kann und er hat definitiv die Ligaqualität. Der junge Belgier Julian Cagnina konnte einige Future-Turniere gewinnen und ist ein großes Talent.

 

Mit Cedrik-Marcel Stebe haben Sie vielleicht den Pechvogel des Jahres in ihren Reihen. Rechnen Sie damit, dass er für die Bundesliga wieder bei 100 Prozent ist?

Legsding: Cedrik will unbedingt ins Hauptfeld der US-Open. Er darf seit Mitte Mai vorsichtig trainieren. Mal schauen, wann er wieder richtig in das Turniergeschehen einsteigen kann. Für ihn wären Ligamatches interessant, um die nötige Match-Praxis zu erhalten.

 

Was in dieser Saison auf jeden Fall vielen Aachener Zuschauern fehlen wird, ist mit Sicherheit das Stadtderby. Geht es den Machern im Hintergrund ähnlich?

Legsding: Ich wurde von vielen Jugendspielern und bei den Medenspielen von vielen Fans angesprochen. Das Derby war das Salz in der Suppe. Mir hat es immer Kopfzerbrechen bereitet. Bei einer Niederlage muss man sich so etwas über Jahrzehnte anhören. Wir haben es sportlich gesehen. Blau-Weiß hat eine tolle Saison gespielt und sogar zwischenzeitlich 2:0 gegen Halle geführt. Sie hatten in der Saison viel Pech mit Verletzungen gehabt. Die Mannschaft von Blau-Weiß hat große Chancen aufzusteigen. Ich würde mich über ein Derby 2019 freuen.

 

Rechnen Sie wieder mit starken Besucherzahlen?

Legsding: Es hängt von mehreren Faktoren ab. Bei schönem Wetter kommen mehr Zuschauer. Die Spiele am Sonntag sind dabei deutlich beliebter als am Freitag. Es hängt auch davon ab, wer zu Gast ist. Wenn Mannheim oder Halle kommt ist die Hütte voll.

 

Wer könnte die Überraschungsmannschaft werden?

Legsding: Es ist schwer zu sagen. Es könnte wieder Weinheim sein. Die Frage wird sein, ob sie konstant eine starke Mannschaft aufstellen können. Krefeld hat sich zuletzt oftmals zu Hause unter Wert geschlagen. Denen traue ich einiges zu. Es ist eine Mannschaft, die weiter vorne zu finden wird sein.

 

Wo wird ihr Club landen?

Legsding: Eine Platzierung im oberen Drittel wäre ein gutes Ergebnis. Irgendwas zwischen drei und sieben.

 

Morgen geht es weiter mit einem der Topfavoriten um den Titel. Mit dem Gerald Marzenell, dem Teamchef von Grün-Weiß Mannheim sprachen wir über das Fernduell mit Halle, die Dramatik im Meister- und Abstiegskampf und über die vakante Rolle als Publikumsliebling.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

Letzte Änderung amDonnerstag, 05 Juli 2018 09:06

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