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Die Meistertaktik

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Die Meistertaktik TC BW Halle

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im letzten Teil der Serie sprachen wir mit Thorsten Liebich, dem Teamchef von BW Halle, über Jan-Lennard Struff, Heimspiele und das Geheimnis der Haller Konstanz.

 

Herr Liebich, mit welchem Gefühl gehen Sie in die neue Saison?

Liebich: Es ist ein schönes Gefühl, als amtierender Meister in die Saison zu starten. Es ist immer noch etwas Besonders. Wir starten erstmals als Gerry Weber Team in die Saison. Wir freuen uns auf die Spielzeit.

 

Wie wichtig wird es sein, wieder eine so konstante Leistung wie im Vorjahr zu bringen?

Liebich: Wenn man Meister werden will, muss man an allen neun Spieltagen konstant spielen. Da ist die Konstanz ganz entscheident. Ich spiele möglichst konstant mit 80 oder 100er Spielern, die sich mit dem Verein und Personen identifizieren. Es ist auch wichtig, wie die Spieler untereinander funktionieren.

 

Der Kader wurde punktuell ergänzt. Sind Sie froh, dass alle Leistungsträger der Vorsaison gehalten werden konnten?

Liebich: Absolut. Wir sind souverän Meister geworden. Es waren auch viele enge Matches. Am Ende war es ein Selbstläufer. Der Kader funktionierte in sich und wir sind happy, dass wir das Team halten konnten. Mit Tallon Griekspoor bekommen wir zusätzlich einen jungen und erfolgshungrigen Spieler. Der Rest der Truppe bleibt. Es ist wichtig, das Tim (Pütz; Anm. d. Red.) und Struffi (Jan Lennart Struff; Anm. d. Red.) bei uns geblieben sind.

 

Da Sie Jan-Lennard Struff ansprechen. Mit ihm haben Sie  einen der großen Gewinner des Vorjahres. Wird ihm in dieser Saison eine neue Rolle zuteil?

Liebich: Er ist einer von 14 Spielern und so sieht er sich auch. Er ist ein absoluter Teamplayer und will gar kein Star im Team sein. Struffi ist ein total wichtiger Akteur und versucht, viele Spiele zu machen. Eine Sonderrolle braucht er nicht. Deswegen spielt er auch im Davis Cup so gut.

 

Ein anderer Deutscher, der auch in Halle gefeiert wurde, ist Tim Pütz. Haben Sie mit dem Duo Struff/Pütz vielleicht sogar das derzeit beste Doppel in ihren Reihen?

Liebich: Jein, es ist noch nicht gesagt, dass sie zusammen spielen können. Sie ergänzen sich auch mit anderen Spielern gut. Zusammen sind sie ein Topteam. In der Liga sind sie sogar noch ungeschlagen. Mit ihren Leistungen in der Vorsaison konnten sie sich zudem für das Davis Cup-Team erst richtig empfehlen. Wir sind happy, dass wir mit Blau-Weiß Halle dazu beigetragen haben.

 

Ähnlich wie im Vorjahr müssen Sie zum Auftakt wieder auswärts ran. Würden Sie sich nicht wünschen, wie im Fußball als Meister Heimrecht zum Auftakt zu haben?

Liebich: Wir beantragen es immer, wir wollen auswärts spielen. Nach den Gerry Weber Open wollen wir in der Liga terminlich etwas Luft haben. Die ersten drei Spieltage sind immer heiß. Jeder versucht, möglichst viele Topspieler aufzustellen. Am zweiten Spieltag spielen alle Teams mit den Besten. Manchmal muss man überlegen, ob man einen Spieler nimmt der gerade in Wimbledon spielt oder einen fitten und motivierten Akteur, ohne Grand Slam Matches. Man weiß nie, wer dann wirklich spielt.

 

Wie lautet ihre Prognose für die Meisterschaft und den Abstieg?

Die Liga ist seit Jahren ausgeglichen. Das wir im letzten Jahr mit so viel Punkten durchgegangen sind, war überraschend. In der kommenden Saison ist theoretisch ein 3:3-Unentschieden bei allen Spielen möglich. Gerade die Aufstellung vor den Matches ist immer schwierig. Mit den meisten Spielern kann man nur eine grobe Planung machen. Dann gibt es mal zwei bis drei Verletzte, andere müssen Qualifikation spielen. Dann wird es schon einmal eng.

Als Meister startet man mit einer gewissen Erwartungshaltung. Vor zwei Jahren hat es nicht geklappt. Bei den Aufstellungen und der Breite des Kaders gehören Mannheim und Gladbach zu den Topfavoriten. Wir sehen uns in den Top 3. Auch Krefeld wird stark aufspielen und bei Aachen weiß ich nicht, was man erwarten darf. Ähnliches gilt für Düsseldorf.

Ansonsten wird Weinheim wieder eine gute Rolle spielen. Bei Köln ist es schön, dass sie seit Jahren dabei sind. Sie könnten bei einer guten Saison auch für Platz 3 in Frage kommen. Krefeld ist unwahrscheinlich breit aufgestellt. Zwischen Platz zwei und sechs ist bei denen alles möglich. Im Abstiegskampf wird es eng für die Aufsteiger. Bei denen kommt wohl keiner in Frage, der eine Saison wie Weinheim spielen kann und oben rankommt.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

TK Kurhaus Aachen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/594-mir-hat-es-immer-kopfzerbrechen-bereitet

GW Mannheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/598-spannender-kann-die-saison-nicht-sein

Letzte Änderung amFreitag, 06 Juli 2018 06:11

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