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Evolution oder Revolution? Empfehlung

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Evolution oder Revolution? Molt

Warum soll das LK-System reformiert werden? Und wie geht es nach der LK-Umfrage weiter? Darüber sprachen wir mit Thomas Heil, dem DTB-Vizepräsidenten Wettkampfsport.

Warum strebt der Deutsche Tennis Bund eine Reform der Leistungsklassen an?

Thomas Heil: Zum einen hatten wir durch viele Feed­backs aus Spielerkreisen den Eindruck gewonnen, dass man die LK-Bedingungen einmal überdenken sollte. Hauptpunkte waren dabei immer wieder: Mannschaftsspieler seien benachteiligt, das Doppel werde zu wenig bewertet, es sollte Malus-Punkte für Niederlagen geben. Der andere Ansatz ist verbandspolitischer Art. Ein LK-System, wie wir es jetzt haben, darf nicht statisch werden. Durch die Feedbacks und Reaktionen darauf könnte die Gefahr entstehen, dass die LK-Szene nicht mehr wächst, sondern vielleicht tendenziell eher nach unten geht. Wir wollen aber mehr Spieler dazu bringen, Wettkämpfe zu bestreiten. Wir wollen, dass außerhalb der Wettspielsaison Tennis gespielt wird. Daher müssen wir immer an den Stellschrauben des Systems drehen – es darf sich nicht „festfahren“. Die LK-Turnierszene ist zwischenzeitlich für den Deutschen Tennis Bund auch zu einem wirtschaftlichen Faktor geworden und deshalb muss man sie auch attraktiv halten.  

Und warum haben Sie sich für eine Befragung der Mitglieder entschieden?

Thomas Heil: Wir wollten die Veränderungen nicht im „stillen Kämmerlein“ ausarbeiten. Wir wollten herausfinden, wie die Tennisspieler draußen „ticken“. Das wissen wir jetzt in vielen Kernfragen – das Ergebnis der Umfrage liegt vor.  

Und wie werden diese Ergebnisse jetzt verarbeitet?

Thomas Heil: Wir werden das in einem ersten Schritt mit einem Experten-Workshop im Frühjahr angehen. Daran werden  die Mitglieder des LK- und Ranglistenausschusses und des Ausschusses Wettkampfsport teilnehmen – also die Ausschüsse, die das später auch operativ umsetzen müssen. Wir werden natürlich auch im Kreis der Sportwarte darüber diskutieren. Der Experten-Workshop dient zunächst  dazu, die Umfrage aufzuarbeiten und mögliche Handlungsfelder aufzuzeigen. Dort fallen noch keine Entscheidungen – denn die Ergebnisse der Umfrage sind ja nicht in allen Punkten so eindeutig, dass man einfache Schlussfolgerungen daraus ziehen kann. Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt also noch nicht, ob es eine „evolutionäre Anpassung“ oder eine „Revolution“ gibt.

Wie geht es nach dem Workshop weiter?

Thomas Heil: Da es ein ergebnisoffener Workshop ist, hängt das davon ab, welche  Handlungsfelder dort identifiziert werden. Denn daraus resultiert die weitere Vorgehensweise. Erst dann wissen wir,  welche Aufträge sich für die jeweiligen Gremien ergeben.

Kann es denn unter diesen Umständen bei dem ursprünglich angestrebten Termin – Oktober 2018 – bleiben?

Thomas Heil: Ziel aller Beteiligten war natürlich, dass wir zum 1. Oktober 2018 ein neues System haben. Die Umfrageergebnisse machen die Einhaltung dieses Termins je nach Intensität einer Reform aber nicht unbedingt leicht. Wenn die Veränderungen nicht groß sind – also bei einer „evolutionären Entwicklung“ – wäre der Oktober 2018 nach wie vor möglich. Wenn größere Veränderungen als Handlungsfelder durch die Experten ausgemacht werden, wird dies vielleicht nicht sinnvoll oder machbar sein. Doch wie gesagt: Dazu kann ich jetzt noch keine Aussage machen – der Workshop ist ergebnisoffen.

 

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie exklusiv in der Februar-Ausgabe der DTZ. Alle Nicht-Abonennten können das Einzelheft auch bei uns unter der Adresse
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit Angabe ihrer postalischen Adresse bestellen.

 

Letzte Änderung amFreitag, 09 Februar 2018 08:52

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