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"Das war nie und nimmer so geplant" Empfehlung

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"Das war nie und nimmer so geplant" Ralf Hämmerling Foto:Hämmerling Group

Im zweiten Teil unserer Interviewserie zu den Meistern der zweiten Bundesliga bleiben wir noch einmal beim Überraschungsersten aus Sennelager. Ralf Hämmerling ist mit seinem Unternehmen (Hämmerling Group) nicht nur Hauptsponsor des Clubs, sondern auch 2.Vorsitzender und treuer Fan, der bei vielen Heim- und Auswärtsspielen vor Ort ist. Im Interview sprach er über:

den erfolgreichen Saisonverlauf:

„Wir sind an die Saison herangegangen und wollten einen ordentlichen Kader aufstellen. Wir hatten im letzten Jahr bereits eine gute Mannschaft und haben diese punktuell noch verstärkt. Wir sind bewusst mit den stärksten Spielern in die ersten Spiele gegangen, damit wir ein sicheres Polster hatten und das schien die richtige Strategie zu sein. Die Spiele waren alle positiv, bis auf das Spiel gegen Suchsdorf, welches wir verloren haben. Warum wissen wir alle selber nicht, aber so ist halt Tennis! Das wir dann Aachen (8:1) so klar schlagen, war uns auch nicht bewusst. In den letzten Spielen waren wir nicht mit den Topleuten am Start, trotzdem haben wir die Spiele gewonnen. Das hat uns die Bestätigung gegeben, dass wir verdient Meister geworden sind und aufsteigen könnten.“

 

einen möglichen Tennis-Hype in Paderborn:
„Wir hatten es nach dem Aufstieg in die zweite Liga schon erwartet, dass es uns einen deutlichen Ruck gibt. Der ist jedoch sehr verhalten gekommen. Nach dem möglichen Aufstieg in die erste Liga ist die Begeisterung schon deutlich spürbar. In der Lokalpresse wird nun häufiger über uns geschrieben. Es wurden Fragen gestellt, ob wir aufsteigen, ob wir Lösungen hinsichtlich der kleinen Anlage haben und vieles mehr. Wir haben hier schon einen kleinen Hype ausgelöst.

 

den kontinuierlichen Aufstieg des Clubs:

„Dass es so schnell ging und so viele Aufstiege gab, das war nie und nimmer geplant. Wir wollten zwei bis drei Mal aufsteigen. Das war unsere Intension. Wir hatten auch eine Reaktion darauf gezeigt, weil einige wichtige Mitglieder uns überraschend verlassen haben und zum Nachbarverein gewechselt sind. Ich persönlich bin ein ehrgeiziger Mensch und wollte schauen, was man machen kann. Und aus dem ´Schauen wir mal´ wurde sehr viel mehr.“

 

die Aufstiegsvoraussetzungen:

Die Vorgaben vom DTB müssen erst einmal gestemmt werden. Es wird dort in den nächsten Tagen weitere Gespräche geben. Im ersten Telefonat zeigte sich bereits, das die ein oder andere Hürde nicht so hoch ist, wie gedacht. Wir dachten, dass die Plätze einen Meter länger hinter den Grundlinien sein müssten. Aber das hat man von Seiten des DTB vor zwei Jahren korrigiert. So einen Platz gibt es in ganz Paderborn nicht. Das wäre eine große Barriere gewesen. Wenn wir die Chance haben, warum nicht.“

 

entstehende Umbaukosten:

„Die Stadt hat uns schon signalisiert, dass sie uns helfen wird. Es gibt mobile Tribünen, welche man aufbauen kann. Zwei Vereine könnten uns im Bereich Sponsoring unterstützen. Es gibt viele positive Ansätze und wenn sich dies so weiterentwickelt, scheint ein Aufstieg machbar zu sein.

 

infrastrukturelle Investitionsmaßnahmen:

„Ich hatte bereits mit der Stadt darüber gesprochen. Es ist nicht so einfach, da unsere Anlage hinter einem Fußballplatz an einem Waldstück endet. Da sind wir in der baulichen Expansion begrenzt. Wir müssten noch zwei weitere Plätze und eine Tennishalle dazu bauen. Es ist sicherlich eine Investition, die gut überlegt sein will. Wir haben nach wie vor 80 Mitglieder. Auch durch diesen sportlichen Schub ist die Mitgliederzahl leider nicht weiter gestiegen. Man freut sich sehr über uns in Senelager, aber neue Mitglieder sind bis lang nicht dazugekommen.“

 

die aktuelle Sponsorensituation:

„Es kann nicht sein, dass es über Jahre hinaus auf meinen Schultern lastet. Irgendwann haben wir vielleicht auch nicht mehr die Möglichkeiten. Wir müssen es auf weitere Schultern verteilen. Durch den Aufstieg haben wir jetzt eine gute Möglichkeit.“

 

seinen Einfluss auf die Kaderplanung:

„Wir sprechen die Situation gemeinsam durch. Herr Renner (Teamchef) und Herr Kur (Cheftrainer) schauen sich Spieler an und machen Vorschläge. Wir diskutieren dann Situationen und verlasse mich in der Regel auf deren Rat. Sicherlich hätte ich die Möglichkeit ein Veto einzulegen, aber das mache ich nicht. Sie kennen unseren wirtschaftlichen Rahmen in dem wir uns bewegen und deswegen kann ich mich auf beide verlassen.“

 

seinen Einfluss auf die Aufstellung am Spieltag:

Ich werde dazu befragt, aber in der Regel sage ich nicht, wie sie es machen müssen. Wir haben leider von einigen Mannschaften den Ruf, auch aus der zweiten Liga, wir hätten eine Legionärstruppe nur aus Ausländern, dem muss ich deutlich widersprechen. Wir haben ein klares Budget, in dem wir uns bewegen. Man muss ganz klar sagen, dass die deutschen Spieler, die zu uns kommen wollten, ganz andere finanzielle Forderungen gestellt haben als die jetzigen Spieler im Kader. Wir haben eine sehr homogene Truppe, die sich mit dem Club identifiziert. Sie spielen mit viel Herz und vollem Engagement. Da kann ich nur den Hut ziehen.

 

die Kaderplanung für die kommende Spielzeit:

 „Ich denke, wir werden unseren Kader weitestgehend behalten. Vielleicht holt man noch ein zwei junge Spieler, die man schnell einbauen kann. Das würden wir in Ruhe und gezielt machen. Wenn wir aufsteigen und dann noch die Klasse halten würden, wäre das noch ein größerer Erfolg als der Aufstieg.“

 

die Auswärtsspiele in der Bundesliga:

„Wir waren am Hamburger Rothenbaum, das war schon schön. Auch die Anlagen in Aachen oder Mannheim reizen mich schon. Mehr oder weniger sind wir nur ein Dorfverein, da sind solche Anlagen schon beeindruckend.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 23 August 2018 06:16

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