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Punkteteilung im Spitzenspiel - Die Highlights des 3. Bundesliga-Spieltags

Wir zeigen in Kooperation mit Sportdeutschland.tv die Tennis-Point-Bundesliga live. Per Livestream werden fast alle Spiele der Liga übertragen. Zudem gibt es Zusammenfassungen der Partien. Heute ab 10 Uhr mit den Spielen: Badwerk Gladbacher HTC vs. fläsh TC Weinheim 1902,  Allpresan Rochusclub BL-Team vs. TK Kurhaus Lambertz Aachen, HTC Blau-Weiß Krefeld e.V. vs. TV Reutlingen und das Topspiel TK GW Mannheim vs. GERRY WEBER-Team BW Halle.

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Eine Frage der Loyalität

Im sechsten Teil unserer Interviewserie sprachen wir mit dem Teamchef des TK Kurhaus Lambertz Aachen, Alexander Legsding, welche Rolle heute noch Vereinstreue hat. Vor allem der Abgang von Florian Mayer hat den Funktionär persönlich enttäuscht.

 

Herr Legsding, gleich zum Start gibt es das Derby gegen Blau-Weiß? Hat dies Spiel schon eine besondere Brisanz?

Legsding: Darauf fiebern alle euphorisch schon hin. Das war letztes Jahr eine Spitzenshow. Dort hat Blau-Weiß gezeigt, das sie zu Recht in die Liga gehören. Am 14. Juli folgt das Heimspiel gegen Rot-Weiß Köln, die vielleicht mit ihren Topleuten Fognini und Brown antreten. Dieses Spiel sollte sich keiner entgehen lassen. Danach folgen die schweren Spiele in Halle und zuhause gegen den starken Aufsteiger aus Weinheim. Man muss den Saisonstart abwarten, bevor man weiß, wo man wirklich steht. 
Wie schwer wiegen die Abgänge von Mayer und Bedene?

Legsding: Von Florian Mayer bin ich persönlich enttäuscht. Ich hatte mit ihm noch telefoniert und ihm eine Lösung für diese Saison gesucht. Letztes Jahr wollte er viele Spiele für uns machen, da er Angst vor dem Karriereende hatte. Dann kam der gute Turnierverlauf bei ihm, unter anderem in Stuttgart. Da er dann mehr Turniere machte, fehlte er öfters in der Liga. In diesem Jahr kam dann die überraschende Ummeldung nach München (TC Großhesselohe). Ihm waren am Ende angeblich die Reisestrapazen zu groß. Am Ende hat wohl auch das Geld entschieden.

Da Fallen einem die parallelen zum Wechsel von Philipp Kohlschreiber ein!

Legsding: Ähnlich war es ja auch mit Philip Kohlschreiber. Unser Budget hat es leider nicht mehr hergegeben. Kohlschreiber hat hier richtig gutes Geld bekommen. Da wechselt man nicht einfach den Club, wenn es finanziell etwas schwieriger wird.  Auch Steve Darcis hat nicht gleich zugesagt und im ersten Spiel nicht gespielt. Gegen Gladbach konnte er nicht dabei sein, weil er ein Challenger spielte und gewann. Da steht die Bundesliga hinten an. Am Ende hat er letzte Saison trotz Vertrag kein Spiel für uns bestritten. Er ist uns aber sehr verbunden und wir konnten uns auf einen fairen Preis einigen. Diese Fälle gibt es zum Glück auch. Viele unserer Spieler sind super loyal, wie zum Beispiel Philipp Petzschner.

In der Kaderplanung hat sich durch die Abgänge von Bedene und Mayer einiges getan.

Legsding: Wir haben die Chance genutzt den Kader zu verjüngen. Im ersten Schritt haben wir Cedrik Marcel Stebe zurückgeholt. Nach seiner Verletzung (Anm. Red. Steißbeinverletzung sowie Rückenverletzung) hat er sich in der Weltrangliste wieder hoch gearbeitet. Er hat das Potenzial Top-100-Spieler zu schlagen. Mit Lukasz Kubot haben wir einen weiteren guten Spieler gewinnen können. Er hat im Doppel bereits die Masters in Madrid und Miami gewonnen. Er wird das Team punktuell verstärken können. Außerdem wurde auf Hinweis unseres Trainers (Dominik Meffert - Anm. Red.)  Norbert Gombos verpflichtet. Am Ende stehen drei Neuzugänge, aber vier Abgänge. Besonders freuen wir uns auf Bautista. Er wollte unbedingt Bundesliga spielen. Er hat so einen Spaß daran. Das hat mich riesig gefreut. Er will unbedingt auf der Liste bleiben. Geld kann hier kein Grund sein.

Was macht für Sie in diesem Jahr den besonderen Reiz der Liga aus?

Legsding: Hier kann Weltklasse aus zwei Meter Entfernung sehen. Das ist das tolle der Bundesliga. Das wäre auf einem großen Turnier nicht möglich. Die Ballkinder sind richtig heiß und fragen, ob sie wieder mitmachen können. Im Mai hatten wir schon viele Anfragen. Die freuen sich auf Unterschriften und Gespräche mit den Spielern. Das ist immer ein Highlight für die Kinder. Viele von ihnen sind so begeistert, die reißen einem das Clubmagazin aus der Hand und interessieren sich sehr für die Bundesliga und den Tennissport.

Welche Saisonziele haben Sie sich gesteckt?
Legsding: Unser Ziel ist ein guter Platz im Mittelfeld. Wenn mehr daraus kommt, freuen wir uns. Die Zielstellung ist auf keinen Fall die Meisterschaft. Budgettechnisch sind unsere Möglichkeiten andere als damals. Wir setzen auf unsere Deutschen Spieler. Maximilian Marterer ist hier vor allem zu nennen. Er steht  kurz vor den Top100. Aber auch Matthias Bachinger und Philipp Petzschner konnten schon gute Ergebnisse in diesem Jahr erzielen. Bei unseren Top4 haben wir mit Bautista, Cuevas, Darcis und Schwartzmann starke Spieler im Kader. Allein Darcis hat ja Deutschland im Davis Cup (1. Runde Deutschland gegen Belgien, Anm. Red.) fast allein geschlagen. Insgesamt sind wir gut aufgestellt.

Wer sind ihre Favoriten auf den Titel?

Legsding: Gladbach, Krefeld, GW Mannheim. Auch Halle hat Chancen dabei zu sein. Ob es uns gelingt, bleibt abzuwarten.

 

Morgen sind wir dann in Feierlaune mit dem TC Blau-Weiss Halle. Der Club feiert gleich zwei Jubiläen in diesem Jahr. Doch vom Thema Meisterdruck will Teamchef Thorsten Liebich nichts wissen. Warum dies so ist, erfahren sie morgen.

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Vorfreude auf das Stadtderby

Im zweiten Teil unserer Interviewserie blicken wir heute nach Aachen zum TK Blau Weiss. Teamchef Marc Zander verrät im Interview mit der DTZ, warum in diesem Jahr der Abstiegskampf ähnlich spannend wird wie die Meisterschaft und warum die Vorfreude auf das Derby gegen Kurhaus Aachen so groß ist.

 

Herr Zander, in wenigen Wochen startet der Ligabetrieb. Freuen Sie sich schon auf den Bundesligastart?

Zander: Es ist unser zweites Jahr in der 1. Bundesliga und für unseren kleinen Verein ist es dieses Jahr besonders toll, da wir mit den Damen und Herren gleichzeitig in der 1. Liga antreten dürfen. Das ist schon etwas Besonderes.

 

Mit Ranzo Olivo haben Sie ihr Team in der Spitze noch einmal namhaft verstärkt. Was waren die Gründe hierfür und was erwarten Sie sich von ihm?

Zander: Renzo ist ein Kämpfer und Teamspieler und fühlt sich auf der Asche zuhause. Der eine oder andere langjährige Spieler aus unserem Team hat noch mit Verletzungen zu kämpfen und so war die Verstärkung in der Spitze naheliegend.

 

Sehen Sie ihren Kader für diese Liga als stark genug an?

Zander: Von der Papiermeldung her sind wir sicherlich deutlich im unteren Bereich angesiedelt, aber dies war im letzten Jahr auch so. Am Ende wird sich an den Spieltagen zeigen, wie die einzelnen Teams antreten und ein Ligaspiel hat immer eine eigene Dynamik.

 

Wie schätzen Sie die Liga in diesem Jahr grundsätzlich ein?

Zander: Die Liga ist dieses Jahr nochmals stärker als im Vorjahr und sicherlich die derzeit beste Liga der Welt. Alle Teams können mit sehr starken Teams auflaufen und sind auch in den mittleren Positionen top besetzt.

 

Wird der Klassenerhalt in diesem Jahr ähnlich dramatisch wie die Meisterschaft?

Zander: In diesem Jahr wird es nur einen Absteiger geben, sicherlich eine besondere und herausfordernde Situation. Bei der Meisterschaft sehe ich auch einige Teams, die bei gutem Saisonverlauf hier im Rennen sind und es gibt auch nicht mehr das entscheidende Spiele zwischen zwei im Vorhinein feststehenden Titelanwärtern.

 

Zum Saisonstart kommt es gleich zum Derby gegen Kurhaus Lambertz. Ist dort die Anspannung noch einmal etwas größer?

Zander: Sportlich könnten die Vorzeichen bei diesem Lokalderby nicht klarer sein. Kurhaus ist deutlicher Favorit! Aber ein Lokalderby hat immer eine besondere Faszination und die Spannung ist sicherlich nochmals größer als bei einem der anderen Ligaspiele.

 

Welches Saisonziel haben Sie für die Saison ausgegeben?

Zander: Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Hierzu müssen wir auch mit einer gewissen Lockerheit in die Saison gehen und dürfen uns nicht von Ranglistenpositionen zu sehr beeindrucken lassen.

 

Wer sind ihrer Meinung nach die Favoriten auf den Titel?

Zander: Zum engeren Favoritenkreis zähle ich Gladbach, Halle, Mannheim und  Kurhaus Aachen. Zum erweiterten Kreis aber ebenso Köln, Düsseldorf und Krefeld, bei denen es sicher auch von den Aufstellungen am jeweiligen Spieltag abhängt.

 

Am Montag blicken wir zum potenziellen Überraschungsteam nach Köln. Teamchefin Sussan Karimi erläutert, warum ihr Team gerne so unberechenbar sein möchte und weshalb der Club mit einem klaren Standortproblem kämpft. Alle weiteren Informationen rund um den Bundesligastart finden Sie in der neuen Ausgabe der Deutschen Tennis Zeitung 06/17. 

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Gladbach holt Meistertitel

Der Gladbacher HTC hat sich in der 1. Tennis-Point Bundesliga die Meisterschaft gesichert und löste damit den TC Blau-Weiß Halle als amtierenden Titelträger ab. Am letzten Spieltag der Saison 2016 kam es auf der Anlage des GHTC zum großen Showdown zwischen dem Tabellenführer aus Gladbach und dem zweitplatzierten Team von Kurhaus Lambertz Aachen. Souverän untermauerte die Gladbacher Mannschaft von Kapitän Henrik Schmidt und Trainer Patrice Hopfe ihre Favoritenstellung und besiegte den Verfolger mit 5:1. Bereits nach den Einzel-Matches, in denen Marton Fucsovics (HUN), Aleksandr Nedovyesov (KAZ), Daniel Gimeno-Traver (ESP) und Adrian Menendez (ESP) die Zähler für den GHTC einfahren konnten, war der Gesamtsieg in trockenen Tüchern.

Aufgrund der äußerst engen Tabellensituation landeten die Aachener in der Abschlusstabelle sogar noch hinter den punktgleichen Vereinen aus Düsseldorf und Mannheim (alle 13:5 Punkte) auf Rang vier.

Den bitteren Weg in die zweite Liga müssen der TC Bruckmühl-Feldkirchen (4:14 Punkte) und der abgeschlagene TC Blau-Weiss Neuss (1:17) antreten.

 

 

 

 

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