Menu

Punkteteilung im Spitzenspiel - Die Highlights des 3. Bundesliga-Spieltags

Wir zeigen in Kooperation mit Sportdeutschland.tv die Tennis-Point-Bundesliga live. Per Livestream werden fast alle Spiele der Liga übertragen. Zudem gibt es Zusammenfassungen der Partien. Heute ab 10 Uhr mit den Spielen: Badwerk Gladbacher HTC vs. fläsh TC Weinheim 1902,  Allpresan Rochusclub BL-Team vs. TK Kurhaus Lambertz Aachen, HTC Blau-Weiß Krefeld e.V. vs. TV Reutlingen und das Topspiel TK GW Mannheim vs. GERRY WEBER-Team BW Halle.

weiterlesen ...

Die Meistertaktik

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im letzten Teil der Serie sprachen wir mit Thorsten Liebich, dem Teamchef von BW Halle, über Jan-Lennard Struff, Heimspiele und das Geheimnis der Haller Konstanz.

 

Herr Liebich, mit welchem Gefühl gehen Sie in die neue Saison?

Liebich: Es ist ein schönes Gefühl, als amtierender Meister in die Saison zu starten. Es ist immer noch etwas Besonders. Wir starten erstmals als Gerry Weber Team in die Saison. Wir freuen uns auf die Spielzeit.

 

Wie wichtig wird es sein, wieder eine so konstante Leistung wie im Vorjahr zu bringen?

Liebich: Wenn man Meister werden will, muss man an allen neun Spieltagen konstant spielen. Da ist die Konstanz ganz entscheident. Ich spiele möglichst konstant mit 80 oder 100er Spielern, die sich mit dem Verein und Personen identifizieren. Es ist auch wichtig, wie die Spieler untereinander funktionieren.

 

Der Kader wurde punktuell ergänzt. Sind Sie froh, dass alle Leistungsträger der Vorsaison gehalten werden konnten?

Liebich: Absolut. Wir sind souverän Meister geworden. Es waren auch viele enge Matches. Am Ende war es ein Selbstläufer. Der Kader funktionierte in sich und wir sind happy, dass wir das Team halten konnten. Mit Tallon Griekspoor bekommen wir zusätzlich einen jungen und erfolgshungrigen Spieler. Der Rest der Truppe bleibt. Es ist wichtig, das Tim (Pütz; Anm. d. Red.) und Struffi (Jan Lennart Struff; Anm. d. Red.) bei uns geblieben sind.

 

Da Sie Jan-Lennard Struff ansprechen. Mit ihm haben Sie  einen der großen Gewinner des Vorjahres. Wird ihm in dieser Saison eine neue Rolle zuteil?

Liebich: Er ist einer von 14 Spielern und so sieht er sich auch. Er ist ein absoluter Teamplayer und will gar kein Star im Team sein. Struffi ist ein total wichtiger Akteur und versucht, viele Spiele zu machen. Eine Sonderrolle braucht er nicht. Deswegen spielt er auch im Davis Cup so gut.

 

Ein anderer Deutscher, der auch in Halle gefeiert wurde, ist Tim Pütz. Haben Sie mit dem Duo Struff/Pütz vielleicht sogar das derzeit beste Doppel in ihren Reihen?

Liebich: Jein, es ist noch nicht gesagt, dass sie zusammen spielen können. Sie ergänzen sich auch mit anderen Spielern gut. Zusammen sind sie ein Topteam. In der Liga sind sie sogar noch ungeschlagen. Mit ihren Leistungen in der Vorsaison konnten sie sich zudem für das Davis Cup-Team erst richtig empfehlen. Wir sind happy, dass wir mit Blau-Weiß Halle dazu beigetragen haben.

 

Ähnlich wie im Vorjahr müssen Sie zum Auftakt wieder auswärts ran. Würden Sie sich nicht wünschen, wie im Fußball als Meister Heimrecht zum Auftakt zu haben?

Liebich: Wir beantragen es immer, wir wollen auswärts spielen. Nach den Gerry Weber Open wollen wir in der Liga terminlich etwas Luft haben. Die ersten drei Spieltage sind immer heiß. Jeder versucht, möglichst viele Topspieler aufzustellen. Am zweiten Spieltag spielen alle Teams mit den Besten. Manchmal muss man überlegen, ob man einen Spieler nimmt der gerade in Wimbledon spielt oder einen fitten und motivierten Akteur, ohne Grand Slam Matches. Man weiß nie, wer dann wirklich spielt.

 

Wie lautet ihre Prognose für die Meisterschaft und den Abstieg?

Die Liga ist seit Jahren ausgeglichen. Das wir im letzten Jahr mit so viel Punkten durchgegangen sind, war überraschend. In der kommenden Saison ist theoretisch ein 3:3-Unentschieden bei allen Spielen möglich. Gerade die Aufstellung vor den Matches ist immer schwierig. Mit den meisten Spielern kann man nur eine grobe Planung machen. Dann gibt es mal zwei bis drei Verletzte, andere müssen Qualifikation spielen. Dann wird es schon einmal eng.

Als Meister startet man mit einer gewissen Erwartungshaltung. Vor zwei Jahren hat es nicht geklappt. Bei den Aufstellungen und der Breite des Kaders gehören Mannheim und Gladbach zu den Topfavoriten. Wir sehen uns in den Top 3. Auch Krefeld wird stark aufspielen und bei Aachen weiß ich nicht, was man erwarten darf. Ähnliches gilt für Düsseldorf.

Ansonsten wird Weinheim wieder eine gute Rolle spielen. Bei Köln ist es schön, dass sie seit Jahren dabei sind. Sie könnten bei einer guten Saison auch für Platz 3 in Frage kommen. Krefeld ist unwahrscheinlich breit aufgestellt. Zwischen Platz zwei und sechs ist bei denen alles möglich. Im Abstiegskampf wird es eng für die Aufsteiger. Bei denen kommt wohl keiner in Frage, der eine Saison wie Weinheim spielen kann und oben rankommt.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

TK Kurhaus Aachen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/594-mir-hat-es-immer-kopfzerbrechen-bereitet

GW Mannheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/598-spannender-kann-die-saison-nicht-sein

weiterlesen ...

"Spannender kann die Saison nicht sein!“

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im vorletzten Teil der Serie sprachen wir mit Gerald Marzenell, dem Teamchef von Grün-Weiß Mannheim, über das Fernduell mit Halle, die Dramatik im Meisterschafts- und Abstiegskampf und über die vakante Rolle als Publikumsliebling.

 

Herr Marzenell, blicken wir zuerst auf die Vorsaison zurück. Mannheim hat eine starke Serie gespielt und Halle bis kurz vor dem Ende Paroli geboten. Trotzdem konnte Halle vor dem Saisonfinale die Meisterschaft holen. Haben Sie die Hoffnung, dass die Titelentscheidung erst am letzten Spieltag fällt?

Marzenell: Ja natürlich, das wäre unser Ziel, vor allem, da die beiden letzten Spieltage an einem Wochenende stattfinden. Letztes Jahr waren es tatsächlich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wir hatten sechs Führungen in Halle. Sie haben am Ende 4:2 gewonnen und damit die Meisterschaft geholt. Es war die einzige Niederlage im Laufe der Saison. Struffi und Pützi im Doppel waren Weltklasse. Daraus ist ja auch später das Davis-Cup-Duo entstanden. Insofern hat die Liga auch dazu beigetragen, dass das Davis-Cup-Team so erfolgreich war.

Halle ist in meinen Augen auch Favorit Nummer eins in diesem Jahr. Wir müssen diesmal gegen sie gleich am Anfang (dritter Spieltag, Anm. d. Red.) spielen. Das ist für uns doppelt schwer. Hätten wir erst am Ende gespielt wäre es deutlich besser gewesen. So werden sie wohl mit der besten Mannschaft gegen uns spielen. Wir werden nicht mit der allerbesten Mannschaft gegen sie spielen können. Es wird aber sicherlich kein reiner Zweikampf sein. Gladbach ist genauso stark. Sie haben sich super verstärkt. Auf der letzten Teamchef-Sitzung in Köln (Mitte Mai, Anm. d. Red.) waren wir uns alle einig, dass sich niemand sicher sein kann, dass er den Spieltag gewinnt. Jedes Spiel ist offen und ein Unentschieden ist immer möglich. Der Ausgang der Saison ist vollkommen offen. Es können auch Krefeld oder Düsseldorf Meister werden. Was Köln und Aachen für eine Saison spielen, weiß man auch nicht. Spannender kann die Saison nicht sein!“

 

Wird das Duell gegen Halle in diesem Jahr vielleicht nicht das Zünglein an der Waage sein?

Marzenell: Ich glaube nicht, dass ein Spiel am Ende den Ausschlag geben wird, dazu gibt es zu viele Unentschieden oder überraschende Niederlagen. Es wird wohl so ähnlich sein wie im letzten Jahr. Da wurde Halle mit drei Minuspunkten Meister. Wir hatten dort vier. Und ich glaube, dass man mit vier Minuspunkten, aufgrund des zusätzlichen Spiels, Meister werden kann. In der Regel war es in den letzten sechs bis sieben Jahren, dass man mit drei bis vier Minuspunkten Deutscher Meister wurde. Ein Spieltag ist da nicht ausschlaggebend. Man kann ungeschlagen sein und vier Unentschieden auf dem Konto haben und es kann reichen, es kann aber auch sein, dass man es mit einer Niederlage nicht schafft. Wir hatten auch nur eine Niederlage und drei Unentschieden und es passte nicht.

Aber auch im Abstiegskampf wird es spannend. Wir hatten 2013 eine tolle Mannschaft und wären fast abgestiegen. Wir hatten bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gezittert. Das geht ganz schnell. Da verliert man zwei bis drei Spiele unglücklich und man steckt unten drin. Die Gefahr ist immer da. Dann verliert man ein Spiel knapp. Ein erwarteter Sieg bleibt dann noch aus, dazu kommen noch ein bis zwei verletzte Spieler und dann wird die Luft dünn. Dafür ist die Liga zu ausgeglichen, aber das ist das Schöne für die Zuschauer. Jedes Spiel ist spannend und man weiß nie, ob man siegt, verliert oder unentschieden spielt.

Zum Auftakt geht es dann gleich gegen Neuss. Der Aufsteiger ist sicherlich nicht gerade ein Wunschlos?

Marzenell „Wir haben Respekt vor ihnen und werden dort mit einer guten Aufstellung spielen. Wenn die Jungs in Wimbledon draußen sind, werden sie kommen. Wir wollen gerade am Anfang punkten. Nach Neuss haben wir das Doppelwochenende in Düsseldorf und Halle. Und dann kommt das Derby gegen Weinheim, was letztes Jahr auch ganz eng war - 3:3 nach 1:3. Ich sage mal so, dass wir nach dem vierten Spieltag alle schlauer sind, wo die Reise hingeht. Wenn das Team 5:3-Punkte nach dieser Zeit hat, werden wir um die ersten drei Plätze mitspielen. Wenn wir besser sind, spielen wir um die Meisterschaft mit und wenn wir weniger haben, müssen wir uns ganz klar nach unten orientieren.

 

Steht schon sicher fest, dass man die Topleute an Bord hat?
Marzenell: Sie spielen ja alle Wimbledon und daher mache ich mit den Jungs auch keine festen Vereinbarungen. Ich bleibe mit ihnen in Kontakt und habe die Turnierpläne von allen Spielern. Wer in Wimbledon ausscheidet kommt dazu. Wir haben hinten immer noch drei bis vier Jungs auf Stand-bye, die nicht im Hauptfeld sind, die können immer einspringen. Wenn man am Anfang taktiert und verliert, hängst du hinten mit drin. Dann spielst du die letzten Spieltage nur noch gegen den Abstieg. Das haben wir 2013 erlebt, als wir auch taktiert haben, weil wir dachten wir brauchen nach hinten heraus eine ausgeglichene Mannschaft und vor lauter Taktik haben wir dreimal 2:4 verloren und standen auf einmal auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben bis kurz vor Schluss gezittert. Die Punkte die man am Anfang hat, sind save.

 

Der Kader konnte zur Vorsaison gehalten werden. Außerdem wurden einige Neuzugänge geholt. Was kann man von ihnen erwarten?

Marzenell: Wir haben zwei tolle Verstärkungen mit Maxi Marterer, der zu uns kam im August, als er noch auf Platz 135 stand, und auch Damir Dzahmur ist ein super solider Spieler, der in der Liga schon zweimal gegen uns gespielt hat. Er ist ein Kämpfer und eine wirkliche Verstärkung. Wir haben dadurch viele gute Spieler die nun an Position eins und zwei spielen können. Es ist nicht so, dass wir nur zwei Stars haben. Wir haben mit Damir, Maxi, mit Nico(las) Kicker,  Rado Albo, Gerald Melzer, Federico Delbonis und Gojo (Peter Gojowczyk, Anm. die Red.) einige Topspieler, die in den Einzeln spielen können. Da ist es egal, wer spielt. Hinten dran haben wir mit Daniel Brandt,  Tobi Kamke, Andi Beck, Björn (Phau, Anm. d. Red.) und Robin (Kern, Anm. d. Red.). Das sind alles gute Spieler, die die Position drei und vier spielen können.

 

Eine Position die aber ganz schwer zu besetzen ist, ist nach Tommy Haas` Abschied, der des Publikumslieblings. Wer könnte es diese Saison werden.

Marzenell: Das weiß ich nicht (lacht). In drei bis vier Wochen kann ich Ihnen mehr sagen. Ich habe schon einen Traum, wer es übernehmen könnte. Es ist aber noch zu früh, um es zu sagen. Unser Traum ist natürlich, dass es der Spieler ist, aber ich will ihn damit auch nicht nerven. Ich kann es ja aussprechen. Mein Traum ist, dass Dominik (Thiem, Anm. d. Red.) noch mal für uns spielt. Er hat einen engen Draht zur Mannschaft und jedem einzelnen Spieler. Ich will ihn damit auch nicht nerven. Wir hatten Weihnachten Kontakt gehabt, wir schauen was bei Wimbledon und auf den anderen Turnieren sein wird. Hamburg wird er spielen, Kitzbühl wird er spielen. Vielleicht besteht die Chance, dass er vor Hamburg eine Partie mitspielt. Wenn er kommt, wird die Anlage, wie letztes Jahr beim Tommy, voll sein. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Maxi Marterer es übernehmen könnte. Ich habe schon auf der Bank gesessen gegen ihn. Er hat schon gegen uns mit Aachen gespielt. Das war schon beeindruckend. Ich habe damals schon gesagt, als er noch in den Top 150 war, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass er unter den Top 20 oder 50 steht! Der hat das Potenzial und wird es auch umsetzen. Dass es jetzt so schnell ging, das wusste ich aber auch nicht.

 

Sprechen wir noch über den Abstiegskampf. Es wird für einige Teams richtig schwer werden!

Marzenell: Ich glaube, dass es jedes Jahr ähnlich ist. Das Ziel für die beiden Aufsteiger muss es sein, die Klasse zu halten. Und dann kann alles passieren. Es gibt noch zwei bis drei andere Mannschaften die müssen auch aufpassen, dass sie zwischendurch den ein oder anderen Punkt machen. Dass sie nicht nach unten gehen. 2013 sind wir angetreten, um in die Top 3 zu kommen und standen vor dem letzten Spieltag noch auf einem Abstiegsplatz. Man darf das nicht unterschätzen. Wir haben nach 0:2 noch 4:2 glücklich gewonnen. Das wichtige Match im Match-Tie-Break haben wir mit 10:8 gewonnen. Sonst wären wir abgestiegen. Bis auf Halle und Gladbach müssen alle Teams nach unten schauen. Selbst Gladbach war letztes Jahr plötzlich Vorletzter. Auch wir werden wohl nicht nach unten schauen müssen. Für die Aufsteiger wird es am schwierigsten, auch wenn sie sich bei den Heimspielen bestimmt gut verkaufen werden.

 

Gerade die Aufsteiger gelten bei ihren Kollegen als die großen Unbekannten. Weinheim im Vorjahr hat es gezeigt, wie unangenehm solche Aufgaben werden können.

Marzenell: Daher müssen wir gerade am ersten Spieltag schauen, dass wir in Neuss nicht einen auf die Mütze bekommen. Wir werden dort so gut wie möglich spielen. Das kann ich Ihnen versprechen. Wir werden dort mit der besten Line-Up hingehen. Die Aufsteiger haben ihre Heimspiele, wo sie den Zuschauern etwas zu bieten haben. Es werden offene Schlagabtausche. Weinheim hat letztes Jahr eine tolle Saison gespielt und wird auch dieses Jahr wieder eine gute spielen. Millman ist in der Liga kaum zu schlagen. Yannick Hanfmann spielt derzeit auch richtig gut. Der wird sich noch besser entwickeln. Und dann haben sie mit Casper Ruud einen sehr guten Spieler geholt.

 

Kommen wir auf die Liga im Allgemeinen zu sprechen. Eine Neuerung ist der Doppelspieltag. Wie kam es dazu?

Marzenell: Da die ATP angefangen hat, vier Vorbereitungswochen vor Wimbledon auf Rasen zu machen, ist uns eine Woche auf Sand weggefallen. Also mussten wir reagieren. Letztes Jahr haben wir es noch so laufen lassen, aber festgestellt, dass der allerletzte Spieltag für alle Vereine sehr schwer zu besetzen ist. Denn Dienstag beginnen die US-Open und vorher sind die Qualifikationen. Spieler, die bei den US-Open-Quali spielen müssen, können den Sonntag vorher nicht in der Bundesliga spielen. Jedem Verein waren plötzlich drei bis vier Spieler weggebrochen, die eingeplant waren. Um dies zu verhindern, legen wir den Sonntag vor den US-Open um eine Woche nach vorne. Aber wir haben gesagt, dass wir es nur machen, wenn der Spielleiter es schafft einen ausgewogenen Plan hinzubekommen. Dass jeder ein Heim- und Auswärtsspiel am Ende hat, damit die Fahrtwege nicht zu weit sind. Uns trifft es schon etwas härter. Wir spielen in Krefeld und dann zu Hause gegen Köln. Das sind schon drei Stunden Fahrt. Wenn sie Samstagabend fahren, ist es nicht einfach Sonntagfrüh zu spielen. Oli Weber hat einen tollen Plan gemacht, der für alle sehr ausgeglichen ist. Durch den Doppelspieltag bleibt es bis zum Ende spannend. So ist an dem Wochenende in allen Spielen noch einmal richtig Feuer drin. Für die Liga ist es besser, da man so mit hochwertigeren Spielern antreten kann. Es ging vor allem darum, dass die Spieler hier in Ruhe spielen können und nicht gleich weg müssen.  

 

Morgen kommt zum Abschluss der Titelverteidiger zu Wort. Mit dem Thorsten Liebich, dem Teamchef von BW Halle sprachen wir über Jan-Lennard Struff, Heimspiele und das Geheimnis der Haller Konstanz.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

TK Kurhaus Aachen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/594-mir-hat-es-immer-kopfzerbrechen-bereitet

weiterlesen ...

"Mir hat es immer Kopfzerbrechen bereitet"

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im siebten Teil der Serie geht es zum Meisterschaftsgeheimfavoriten. Mit dem Aachener Teamchef, Alexander Legsding sprachen wir über das fehlende Lokalderby, Zuschauerentwicklungen und die Situation von Cedrik Marcel Stebe.

 

Herr Legsding,am Sonntag startet die Liga. Wie laufen die letzten Vorbereitungen?

Legsding: Am 8. Juli geht es gegen Weinheim los. Sie werden mit einer starken Mannschaft auflaufen. Am Freitag den 13. kommt Krefeld. Das wird nicht leichter. Wir wollen mit einer starken Mannschaft auflaufen und an den ersten vier bis fünf Spielen so viele Punkte holen, damit wir nicht unten im Tabellenkeller stehen. Im letzten Jahr ist uns ein guter dritter Platz mit dem Verletzungspech gelungen. Die Meldeliste zeigt, dass die Liga noch ausgeglichener ist. Da wird es die eine oder andere Überraschung geben. Zu der Zeit unserer Meisterschaften (2008, 2009, 2011, 2012, 2013; Anm. d. Red.) war die Liga einseitiger, das hat sich zum Glück geändert. Ich setze auf  GW Mannheim, da sie sich enorm verstärkt haben. Aber auch Halle ist extrem stark und Gladbach hat nach einer schlechten Saison seine Hausarbeiten gemacht. Und auch Krefeld hat noch mal den einen oder anderen Spieler geholt. Ob es uns gelingen wird den dritten Platz erneut zu erringen, wird sich zeigen.

 

Beim Blick auf den Kader fällt sofort auf, dass der Club viele junge aufstrebende Spieler sichern konnte. Auf wen sollten wir besonders in dieser Saison gespannt sein?

Legsding: Christian Garin (CHI) wurde schon von Rafael Nadal betreut. Der konnte den Erwartungsdruck nicht verarbeiten und war zu sehr gehypt. Er kann an einem guten Tag jeden Spieler der Top 100 schlagen. Martin Cuevas hat sich von Platz 600 nun 270 in der Weltrangliste vorgespielt. Damals hatte ich mit seinem Bruder gesprochen. Er sagte mir, dass man ihn ohne Bedenken einsetzen kann und er hat definitiv die Ligaqualität. Der junge Belgier Julian Cagnina konnte einige Future-Turniere gewinnen und ist ein großes Talent.

 

Mit Cedrik-Marcel Stebe haben Sie vielleicht den Pechvogel des Jahres in ihren Reihen. Rechnen Sie damit, dass er für die Bundesliga wieder bei 100 Prozent ist?

Legsding: Cedrik will unbedingt ins Hauptfeld der US-Open. Er darf seit Mitte Mai vorsichtig trainieren. Mal schauen, wann er wieder richtig in das Turniergeschehen einsteigen kann. Für ihn wären Ligamatches interessant, um die nötige Match-Praxis zu erhalten.

 

Was in dieser Saison auf jeden Fall vielen Aachener Zuschauern fehlen wird, ist mit Sicherheit das Stadtderby. Geht es den Machern im Hintergrund ähnlich?

Legsding: Ich wurde von vielen Jugendspielern und bei den Medenspielen von vielen Fans angesprochen. Das Derby war das Salz in der Suppe. Mir hat es immer Kopfzerbrechen bereitet. Bei einer Niederlage muss man sich so etwas über Jahrzehnte anhören. Wir haben es sportlich gesehen. Blau-Weiß hat eine tolle Saison gespielt und sogar zwischenzeitlich 2:0 gegen Halle geführt. Sie hatten in der Saison viel Pech mit Verletzungen gehabt. Die Mannschaft von Blau-Weiß hat große Chancen aufzusteigen. Ich würde mich über ein Derby 2019 freuen.

 

Rechnen Sie wieder mit starken Besucherzahlen?

Legsding: Es hängt von mehreren Faktoren ab. Bei schönem Wetter kommen mehr Zuschauer. Die Spiele am Sonntag sind dabei deutlich beliebter als am Freitag. Es hängt auch davon ab, wer zu Gast ist. Wenn Mannheim oder Halle kommt ist die Hütte voll.

 

Wer könnte die Überraschungsmannschaft werden?

Legsding: Es ist schwer zu sagen. Es könnte wieder Weinheim sein. Die Frage wird sein, ob sie konstant eine starke Mannschaft aufstellen können. Krefeld hat sich zuletzt oftmals zu Hause unter Wert geschlagen. Denen traue ich einiges zu. Es ist eine Mannschaft, die weiter vorne zu finden wird sein.

 

Wo wird ihr Club landen?

Legsding: Eine Platzierung im oberen Drittel wäre ein gutes Ergebnis. Irgendwas zwischen drei und sieben.

 

Morgen geht es weiter mit einem der Topfavoriten um den Titel. Mit dem Gerald Marzenell, dem Teamchef von Grün-Weiß Mannheim sprachen wir über das Fernduell mit Halle, die Dramatik im Meister- und Abstiegskampf und über die vakante Rolle als Publikumsliebling.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

weiterlesen ...
Diesen RSS-Feed abonnieren

Tennis-Reisen

Login or Register

Davis Property Management