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Punkteteilung im Spitzenspiel - Die Highlights des 3. Bundesliga-Spieltags

Wir zeigen in Kooperation mit Sportdeutschland.tv die Tennis-Point-Bundesliga live. Per Livestream werden fast alle Spiele der Liga übertragen. Zudem gibt es Zusammenfassungen der Partien. Heute ab 10 Uhr mit den Spielen: Badwerk Gladbacher HTC vs. fläsh TC Weinheim 1902,  Allpresan Rochusclub BL-Team vs. TK Kurhaus Lambertz Aachen, HTC Blau-Weiß Krefeld e.V. vs. TV Reutlingen und das Topspiel TK GW Mannheim vs. GERRY WEBER-Team BW Halle.

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Die Meistertaktik

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im letzten Teil der Serie sprachen wir mit Thorsten Liebich, dem Teamchef von BW Halle, über Jan-Lennard Struff, Heimspiele und das Geheimnis der Haller Konstanz.

 

Herr Liebich, mit welchem Gefühl gehen Sie in die neue Saison?

Liebich: Es ist ein schönes Gefühl, als amtierender Meister in die Saison zu starten. Es ist immer noch etwas Besonders. Wir starten erstmals als Gerry Weber Team in die Saison. Wir freuen uns auf die Spielzeit.

 

Wie wichtig wird es sein, wieder eine so konstante Leistung wie im Vorjahr zu bringen?

Liebich: Wenn man Meister werden will, muss man an allen neun Spieltagen konstant spielen. Da ist die Konstanz ganz entscheident. Ich spiele möglichst konstant mit 80 oder 100er Spielern, die sich mit dem Verein und Personen identifizieren. Es ist auch wichtig, wie die Spieler untereinander funktionieren.

 

Der Kader wurde punktuell ergänzt. Sind Sie froh, dass alle Leistungsträger der Vorsaison gehalten werden konnten?

Liebich: Absolut. Wir sind souverän Meister geworden. Es waren auch viele enge Matches. Am Ende war es ein Selbstläufer. Der Kader funktionierte in sich und wir sind happy, dass wir das Team halten konnten. Mit Tallon Griekspoor bekommen wir zusätzlich einen jungen und erfolgshungrigen Spieler. Der Rest der Truppe bleibt. Es ist wichtig, das Tim (Pütz; Anm. d. Red.) und Struffi (Jan Lennart Struff; Anm. d. Red.) bei uns geblieben sind.

 

Da Sie Jan-Lennard Struff ansprechen. Mit ihm haben Sie  einen der großen Gewinner des Vorjahres. Wird ihm in dieser Saison eine neue Rolle zuteil?

Liebich: Er ist einer von 14 Spielern und so sieht er sich auch. Er ist ein absoluter Teamplayer und will gar kein Star im Team sein. Struffi ist ein total wichtiger Akteur und versucht, viele Spiele zu machen. Eine Sonderrolle braucht er nicht. Deswegen spielt er auch im Davis Cup so gut.

 

Ein anderer Deutscher, der auch in Halle gefeiert wurde, ist Tim Pütz. Haben Sie mit dem Duo Struff/Pütz vielleicht sogar das derzeit beste Doppel in ihren Reihen?

Liebich: Jein, es ist noch nicht gesagt, dass sie zusammen spielen können. Sie ergänzen sich auch mit anderen Spielern gut. Zusammen sind sie ein Topteam. In der Liga sind sie sogar noch ungeschlagen. Mit ihren Leistungen in der Vorsaison konnten sie sich zudem für das Davis Cup-Team erst richtig empfehlen. Wir sind happy, dass wir mit Blau-Weiß Halle dazu beigetragen haben.

 

Ähnlich wie im Vorjahr müssen Sie zum Auftakt wieder auswärts ran. Würden Sie sich nicht wünschen, wie im Fußball als Meister Heimrecht zum Auftakt zu haben?

Liebich: Wir beantragen es immer, wir wollen auswärts spielen. Nach den Gerry Weber Open wollen wir in der Liga terminlich etwas Luft haben. Die ersten drei Spieltage sind immer heiß. Jeder versucht, möglichst viele Topspieler aufzustellen. Am zweiten Spieltag spielen alle Teams mit den Besten. Manchmal muss man überlegen, ob man einen Spieler nimmt der gerade in Wimbledon spielt oder einen fitten und motivierten Akteur, ohne Grand Slam Matches. Man weiß nie, wer dann wirklich spielt.

 

Wie lautet ihre Prognose für die Meisterschaft und den Abstieg?

Die Liga ist seit Jahren ausgeglichen. Das wir im letzten Jahr mit so viel Punkten durchgegangen sind, war überraschend. In der kommenden Saison ist theoretisch ein 3:3-Unentschieden bei allen Spielen möglich. Gerade die Aufstellung vor den Matches ist immer schwierig. Mit den meisten Spielern kann man nur eine grobe Planung machen. Dann gibt es mal zwei bis drei Verletzte, andere müssen Qualifikation spielen. Dann wird es schon einmal eng.

Als Meister startet man mit einer gewissen Erwartungshaltung. Vor zwei Jahren hat es nicht geklappt. Bei den Aufstellungen und der Breite des Kaders gehören Mannheim und Gladbach zu den Topfavoriten. Wir sehen uns in den Top 3. Auch Krefeld wird stark aufspielen und bei Aachen weiß ich nicht, was man erwarten darf. Ähnliches gilt für Düsseldorf.

Ansonsten wird Weinheim wieder eine gute Rolle spielen. Bei Köln ist es schön, dass sie seit Jahren dabei sind. Sie könnten bei einer guten Saison auch für Platz 3 in Frage kommen. Krefeld ist unwahrscheinlich breit aufgestellt. Zwischen Platz zwei und sechs ist bei denen alles möglich. Im Abstiegskampf wird es eng für die Aufsteiger. Bei denen kommt wohl keiner in Frage, der eine Saison wie Weinheim spielen kann und oben rankommt.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

TK Kurhaus Aachen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/594-mir-hat-es-immer-kopfzerbrechen-bereitet

GW Mannheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/598-spannender-kann-die-saison-nicht-sein

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Mit frischem Elan ins Jubiläumsjahr

Im siebten Teil unserer Interviewserie sprachen wir mit dem Meister der Jahre 2014, 2015, dem TC Blau-Weiss Halle. Teamchef Thorsten Liebich verriet dabei, warum man keinen Titeldruck verspürt und was man von den beiden Topverpflichtungen Joao Sousa und Nikolos Basiliashvili erwarten darf.

 

Herr Liebich, spüren Sie schon eine Art Vorfreude auf den Saisonstart?

Liebich: Die Vorfreude ist riesengroß. Alle Teams haben ihre Hausaufgaben gut gemacht. Wir haben diese Saison neun attraktive Teams in der Liga. In Halle ist die Vorfreude vielleicht noch etwas größer aufgrund des 60. Vereinsjubiläums und der 20-jährigen Ligazugehörigkeit.

Zum 60-jährigen Vereinsjubiläum ist der Druck etwas größer den Titel zurückzuholen?

Liebich: Nein. Erstens ist ein Titel in der Liga nicht planbar. In einer Saison kann viel passieren - verletzte Spieler oder Turnierverpflichtungen. Man kann nur versuchen eine ambitionierte Mannschaft zusammenstellen. Und zweitens müssen wir nicht Deutscher Meister werden. Wir waren erst 2014 und 2015 Meister.

Mit Joao Sousa ein Coup gelungen ihn für Halle zu gewinnen? Wie konnten Sie ihn überzeugen?

Liebich: Die Kontakte sind in Halle aufgrund der GERRY WEBER Open leicht herzustellen, da wir eine tolle Symbiose zwischen Bundesliga und dem ATP 500er Event haben. Er hat im letzten Jahr in Halle gespielt und hat gute Kontakte zu Struff und Haase. Ich hoffe, dass er bei zwei Heimspielen dabei ist.

Zudem konnten Sie mit Nikolos Basiliashvili einen zweiten starken Spieler holen. Was erwarten Sie sich von der neuen Doppelspitze?
Liebich: Auf der jetzigen Meldeliste sind beide noch auf eins und zwei, in der aktuellen ATP Liste wären beide bei uns an 3 und 4 gelistet. Für uns ist wichtig, dass wir eine Topmannschaft aufstellen können und dem Publikum attraktiven Sport bieten. Basiliashvili ist ein toller Spielertyp, der hart und aggressiv spielt. Wir freuen uns, das er sich für Halle entschieden hat. Man muss aber klarstellen, dass man nicht nur Topspieler braucht. Man benötigt in der Breite ein gutes Team, Spieler wie Jeremy Jahn, Tim Pütz und auch Lennart Zynga u.a. sind extremst wichtig.

Wie schwer wiegt der Abgang von Publikumsliebling Jarkko Nieminen?

Liebich: Jarkko ist bei uns eine Art Mr. Bundesliga, die Spieler im Team haben ihn immer „Legend“ gerufen - ich denke das sagt alles. Er hat 13 Jahre für uns in der Liga gespielt und immer eine ehrliche Leistung abgeliefert-ein echtes Vorbild. So etwas gibt es bei einem ausländischen Spieler selten. Er hatte am Ende seiner Karriere gesundheitliche Probleme an der Ferse und konnte jetzt gar nicht mehr aktiv Sport machen. Andere Spieler, wie Struffi (Jan-Lennard Struff – Anm. Red.) oder Tim Pütz und unser deutscher Holländer Robin Haase fangen seinen Abschied aber super auf.

Zum Auftakt geht es nach Köln. Sind dies die Spiele, wo man den Titel liegen lassen könnte?

Liebich: In der Liga gibt es keine einfachen Spiele mehr. Wenn Köln ihre Topleute aufstellt haben die ein Monsterteam. Jedes Team kann eine Supermannschaft aufstellen-die Kader sind sehr eng geworden. Es ist also egal wo man startet. Wir werden immer mit einer attraktiven Mannschaft spielen und versuchen viele Punkte zu holen.

Welches Saisonziel geben Sie für diese Spielzeit aus?

Liebich: Es gibt fünf bis sechs Teams die oben mitspielen. Dazu gehört auch Halle. Man kann eben auch eine tolle Saison spielen und vierter oder fünfter werden und das macht gerade den Reiz Bundesliga aus. Wenn sich ein wichtiger Spieler wie Struff od. Haase verletzt, kann man auch schnell in untere Regionen kommen.

Wer sind ihrer Meinung nach die diesjährigen Titelfavoriten?

Liebich: Krefeld ist total ausgeglichen besetzt. Sie haben eine super ambitionierte Asche-Mannschaft u.a. mit Melzer Lorenzi und Zeballos. Mannheim ist ziemlich heiß, weil sie länger nicht den Titel geholt haben. Gladbach will, wie sie selber sagen, den Titel verteidigen. Kurhaus Aachen und Halle lauern dahinter. Aber auch Köln kann bei einem Lauf überraschen. Das eine bunte und tolle Truppe, die man noch gar nicht so richtig einschätzen kann, Düsseldorf ist immer gefährlich. Und schon habe ich bald alle Teams genannt. Es ist eben eine tolle ausgeglichene Bundesliga.

 

Am Montag geht es dann weiter mit dem fünffachen Meister aus Mannheim. Mit Gerald Marzenell sprachen wir in seinen Funktionen als Ligasprecher und Teamchef von Grün-Weiss Mannheim über den gestiegenen Stellenwert der Liga und den packenden Meisterkampf in der anstehenden Saison.

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