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"Spannender kann die Saison nicht sein!“

Am Sonntag startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Im vorletzten Teil der Serie sprachen wir mit Gerald Marzenell, dem Teamchef von Grün-Weiß Mannheim, über das Fernduell mit Halle, die Dramatik im Meisterschafts- und Abstiegskampf und über die vakante Rolle als Publikumsliebling.

 

Herr Marzenell, blicken wir zuerst auf die Vorsaison zurück. Mannheim hat eine starke Serie gespielt und Halle bis kurz vor dem Ende Paroli geboten. Trotzdem konnte Halle vor dem Saisonfinale die Meisterschaft holen. Haben Sie die Hoffnung, dass die Titelentscheidung erst am letzten Spieltag fällt?

Marzenell: Ja natürlich, das wäre unser Ziel, vor allem, da die beiden letzten Spieltage an einem Wochenende stattfinden. Letztes Jahr waren es tatsächlich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Wir hatten sechs Führungen in Halle. Sie haben am Ende 4:2 gewonnen und damit die Meisterschaft geholt. Es war die einzige Niederlage im Laufe der Saison. Struffi und Pützi im Doppel waren Weltklasse. Daraus ist ja auch später das Davis-Cup-Duo entstanden. Insofern hat die Liga auch dazu beigetragen, dass das Davis-Cup-Team so erfolgreich war.

Halle ist in meinen Augen auch Favorit Nummer eins in diesem Jahr. Wir müssen diesmal gegen sie gleich am Anfang (dritter Spieltag, Anm. d. Red.) spielen. Das ist für uns doppelt schwer. Hätten wir erst am Ende gespielt wäre es deutlich besser gewesen. So werden sie wohl mit der besten Mannschaft gegen uns spielen. Wir werden nicht mit der allerbesten Mannschaft gegen sie spielen können. Es wird aber sicherlich kein reiner Zweikampf sein. Gladbach ist genauso stark. Sie haben sich super verstärkt. Auf der letzten Teamchef-Sitzung in Köln (Mitte Mai, Anm. d. Red.) waren wir uns alle einig, dass sich niemand sicher sein kann, dass er den Spieltag gewinnt. Jedes Spiel ist offen und ein Unentschieden ist immer möglich. Der Ausgang der Saison ist vollkommen offen. Es können auch Krefeld oder Düsseldorf Meister werden. Was Köln und Aachen für eine Saison spielen, weiß man auch nicht. Spannender kann die Saison nicht sein!“

 

Wird das Duell gegen Halle in diesem Jahr vielleicht nicht das Zünglein an der Waage sein?

Marzenell: Ich glaube nicht, dass ein Spiel am Ende den Ausschlag geben wird, dazu gibt es zu viele Unentschieden oder überraschende Niederlagen. Es wird wohl so ähnlich sein wie im letzten Jahr. Da wurde Halle mit drei Minuspunkten Meister. Wir hatten dort vier. Und ich glaube, dass man mit vier Minuspunkten, aufgrund des zusätzlichen Spiels, Meister werden kann. In der Regel war es in den letzten sechs bis sieben Jahren, dass man mit drei bis vier Minuspunkten Deutscher Meister wurde. Ein Spieltag ist da nicht ausschlaggebend. Man kann ungeschlagen sein und vier Unentschieden auf dem Konto haben und es kann reichen, es kann aber auch sein, dass man es mit einer Niederlage nicht schafft. Wir hatten auch nur eine Niederlage und drei Unentschieden und es passte nicht.

Aber auch im Abstiegskampf wird es spannend. Wir hatten 2013 eine tolle Mannschaft und wären fast abgestiegen. Wir hatten bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gezittert. Das geht ganz schnell. Da verliert man zwei bis drei Spiele unglücklich und man steckt unten drin. Die Gefahr ist immer da. Dann verliert man ein Spiel knapp. Ein erwarteter Sieg bleibt dann noch aus, dazu kommen noch ein bis zwei verletzte Spieler und dann wird die Luft dünn. Dafür ist die Liga zu ausgeglichen, aber das ist das Schöne für die Zuschauer. Jedes Spiel ist spannend und man weiß nie, ob man siegt, verliert oder unentschieden spielt.

Zum Auftakt geht es dann gleich gegen Neuss. Der Aufsteiger ist sicherlich nicht gerade ein Wunschlos?

Marzenell „Wir haben Respekt vor ihnen und werden dort mit einer guten Aufstellung spielen. Wenn die Jungs in Wimbledon draußen sind, werden sie kommen. Wir wollen gerade am Anfang punkten. Nach Neuss haben wir das Doppelwochenende in Düsseldorf und Halle. Und dann kommt das Derby gegen Weinheim, was letztes Jahr auch ganz eng war - 3:3 nach 1:3. Ich sage mal so, dass wir nach dem vierten Spieltag alle schlauer sind, wo die Reise hingeht. Wenn das Team 5:3-Punkte nach dieser Zeit hat, werden wir um die ersten drei Plätze mitspielen. Wenn wir besser sind, spielen wir um die Meisterschaft mit und wenn wir weniger haben, müssen wir uns ganz klar nach unten orientieren.

 

Steht schon sicher fest, dass man die Topleute an Bord hat?
Marzenell: Sie spielen ja alle Wimbledon und daher mache ich mit den Jungs auch keine festen Vereinbarungen. Ich bleibe mit ihnen in Kontakt und habe die Turnierpläne von allen Spielern. Wer in Wimbledon ausscheidet kommt dazu. Wir haben hinten immer noch drei bis vier Jungs auf Stand-bye, die nicht im Hauptfeld sind, die können immer einspringen. Wenn man am Anfang taktiert und verliert, hängst du hinten mit drin. Dann spielst du die letzten Spieltage nur noch gegen den Abstieg. Das haben wir 2013 erlebt, als wir auch taktiert haben, weil wir dachten wir brauchen nach hinten heraus eine ausgeglichene Mannschaft und vor lauter Taktik haben wir dreimal 2:4 verloren und standen auf einmal auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben bis kurz vor Schluss gezittert. Die Punkte die man am Anfang hat, sind save.

 

Der Kader konnte zur Vorsaison gehalten werden. Außerdem wurden einige Neuzugänge geholt. Was kann man von ihnen erwarten?

Marzenell: Wir haben zwei tolle Verstärkungen mit Maxi Marterer, der zu uns kam im August, als er noch auf Platz 135 stand, und auch Damir Dzahmur ist ein super solider Spieler, der in der Liga schon zweimal gegen uns gespielt hat. Er ist ein Kämpfer und eine wirkliche Verstärkung. Wir haben dadurch viele gute Spieler die nun an Position eins und zwei spielen können. Es ist nicht so, dass wir nur zwei Stars haben. Wir haben mit Damir, Maxi, mit Nico(las) Kicker,  Rado Albo, Gerald Melzer, Federico Delbonis und Gojo (Peter Gojowczyk, Anm. die Red.) einige Topspieler, die in den Einzeln spielen können. Da ist es egal, wer spielt. Hinten dran haben wir mit Daniel Brandt,  Tobi Kamke, Andi Beck, Björn (Phau, Anm. d. Red.) und Robin (Kern, Anm. d. Red.). Das sind alles gute Spieler, die die Position drei und vier spielen können.

 

Eine Position die aber ganz schwer zu besetzen ist, ist nach Tommy Haas` Abschied, der des Publikumslieblings. Wer könnte es diese Saison werden.

Marzenell: Das weiß ich nicht (lacht). In drei bis vier Wochen kann ich Ihnen mehr sagen. Ich habe schon einen Traum, wer es übernehmen könnte. Es ist aber noch zu früh, um es zu sagen. Unser Traum ist natürlich, dass es der Spieler ist, aber ich will ihn damit auch nicht nerven. Ich kann es ja aussprechen. Mein Traum ist, dass Dominik (Thiem, Anm. d. Red.) noch mal für uns spielt. Er hat einen engen Draht zur Mannschaft und jedem einzelnen Spieler. Ich will ihn damit auch nicht nerven. Wir hatten Weihnachten Kontakt gehabt, wir schauen was bei Wimbledon und auf den anderen Turnieren sein wird. Hamburg wird er spielen, Kitzbühl wird er spielen. Vielleicht besteht die Chance, dass er vor Hamburg eine Partie mitspielt. Wenn er kommt, wird die Anlage, wie letztes Jahr beim Tommy, voll sein. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass Maxi Marterer es übernehmen könnte. Ich habe schon auf der Bank gesessen gegen ihn. Er hat schon gegen uns mit Aachen gespielt. Das war schon beeindruckend. Ich habe damals schon gesagt, als er noch in den Top 150 war, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass er unter den Top 20 oder 50 steht! Der hat das Potenzial und wird es auch umsetzen. Dass es jetzt so schnell ging, das wusste ich aber auch nicht.

 

Sprechen wir noch über den Abstiegskampf. Es wird für einige Teams richtig schwer werden!

Marzenell: Ich glaube, dass es jedes Jahr ähnlich ist. Das Ziel für die beiden Aufsteiger muss es sein, die Klasse zu halten. Und dann kann alles passieren. Es gibt noch zwei bis drei andere Mannschaften die müssen auch aufpassen, dass sie zwischendurch den ein oder anderen Punkt machen. Dass sie nicht nach unten gehen. 2013 sind wir angetreten, um in die Top 3 zu kommen und standen vor dem letzten Spieltag noch auf einem Abstiegsplatz. Man darf das nicht unterschätzen. Wir haben nach 0:2 noch 4:2 glücklich gewonnen. Das wichtige Match im Match-Tie-Break haben wir mit 10:8 gewonnen. Sonst wären wir abgestiegen. Bis auf Halle und Gladbach müssen alle Teams nach unten schauen. Selbst Gladbach war letztes Jahr plötzlich Vorletzter. Auch wir werden wohl nicht nach unten schauen müssen. Für die Aufsteiger wird es am schwierigsten, auch wenn sie sich bei den Heimspielen bestimmt gut verkaufen werden.

 

Gerade die Aufsteiger gelten bei ihren Kollegen als die großen Unbekannten. Weinheim im Vorjahr hat es gezeigt, wie unangenehm solche Aufgaben werden können.

Marzenell: Daher müssen wir gerade am ersten Spieltag schauen, dass wir in Neuss nicht einen auf die Mütze bekommen. Wir werden dort so gut wie möglich spielen. Das kann ich Ihnen versprechen. Wir werden dort mit der besten Line-Up hingehen. Die Aufsteiger haben ihre Heimspiele, wo sie den Zuschauern etwas zu bieten haben. Es werden offene Schlagabtausche. Weinheim hat letztes Jahr eine tolle Saison gespielt und wird auch dieses Jahr wieder eine gute spielen. Millman ist in der Liga kaum zu schlagen. Yannick Hanfmann spielt derzeit auch richtig gut. Der wird sich noch besser entwickeln. Und dann haben sie mit Casper Ruud einen sehr guten Spieler geholt.

 

Kommen wir auf die Liga im Allgemeinen zu sprechen. Eine Neuerung ist der Doppelspieltag. Wie kam es dazu?

Marzenell: Da die ATP angefangen hat, vier Vorbereitungswochen vor Wimbledon auf Rasen zu machen, ist uns eine Woche auf Sand weggefallen. Also mussten wir reagieren. Letztes Jahr haben wir es noch so laufen lassen, aber festgestellt, dass der allerletzte Spieltag für alle Vereine sehr schwer zu besetzen ist. Denn Dienstag beginnen die US-Open und vorher sind die Qualifikationen. Spieler, die bei den US-Open-Quali spielen müssen, können den Sonntag vorher nicht in der Bundesliga spielen. Jedem Verein waren plötzlich drei bis vier Spieler weggebrochen, die eingeplant waren. Um dies zu verhindern, legen wir den Sonntag vor den US-Open um eine Woche nach vorne. Aber wir haben gesagt, dass wir es nur machen, wenn der Spielleiter es schafft einen ausgewogenen Plan hinzubekommen. Dass jeder ein Heim- und Auswärtsspiel am Ende hat, damit die Fahrtwege nicht zu weit sind. Uns trifft es schon etwas härter. Wir spielen in Krefeld und dann zu Hause gegen Köln. Das sind schon drei Stunden Fahrt. Wenn sie Samstagabend fahren, ist es nicht einfach Sonntagfrüh zu spielen. Oli Weber hat einen tollen Plan gemacht, der für alle sehr ausgeglichen ist. Durch den Doppelspieltag bleibt es bis zum Ende spannend. So ist an dem Wochenende in allen Spielen noch einmal richtig Feuer drin. Für die Liga ist es besser, da man so mit hochwertigeren Spielern antreten kann. Es ging vor allem darum, dass die Spieler hier in Ruhe spielen können und nicht gleich weg müssen.  

 

Morgen kommt zum Abschluss der Titelverteidiger zu Wort. Mit dem Thorsten Liebich, dem Teamchef von BW Halle sprachen wir über Jan-Lennard Struff, Heimspiele und das Geheimnis der Haller Konstanz.

 

Zum Nachlesen:

TV Reutlingen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/581-sehen-uns-als-underdog

TC BW Neuss: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/583-die-rueckkehr-des-rekordmeisters

THC Stadion RW Köln: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/584-mit-emotionen-zurueck-in-die-erfolgsspur

Gladbacher HTC: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/585-mit-topkader-in-den-meisterschaftskampf

TC Weinheim: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/591-wie-das-kleine-gallische-dorf

HTC Blau-Weiß Krefeld: Leider stand uns der Teamchef des Clubs für kein Interview zur Verfügung!

Rochusclub Düsseldorf: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/593-mit-zverev-power-in-die-top-3

TK Kurhaus Aachen: https://www.tennis-zeitung.com/index.php/component/k2/item/594-mir-hat-es-immer-kopfzerbrechen-bereitet

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U16-Juniorinnen qualifizieren sich für Endrunde des Wintercups

Beim diesjährigen Tennis Europe Wintercup der U14- und U16 Juniorinnen und Junioren konnte sich das deutsche U16-Juniorinnenteam mit Luisa Meyer auf der Heide (TC Blau-Weiß Halle), Angelina Wirges (DTV Hannover) und Mina Hodzic (TC Bredeney) sowie Teamkapitänin Dinah Pfizenmaier für die Finalrunde am 16. bis 18. Februar im russischen Kasan qualifizieren.

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"Wir sind stärkste Liga der Welt"

Im vorletzten Teil unserer Interviewserie sprachen wir mit dem Ligasprecher und Teamchef von Grün-Weiss Mannheim, Gerald Marzenell, über den gewandelten Status der Liga, die Meisterchancen der Mannheimer und der Nachteil des spielfreien ersten Spieltags.

 

In der nächsten Woche startet die Tennis-Bundesliga. Gibt es schon so etwas wie Vorfreude bei Ihnen?

Jedes Jahr ist die Vorfreude groß. Das ist bei allen Vereinen so. Das werden schöne Events. Ob es noch mehr Zuschauer als im letzten Jahr werden, weiß ich nicht. Die Anlagen werden richtig voll sein.

Das Finale des letzten Jahres war ein wahrer Meisterkrimi. Kann man wieder mit so einer spannenden Saison rechnen?

Eigentlich müssten sechs Vereine Deutscher Meister werden können. Halle ist der Favorit. Aber auch Kurhaus Aachen ist gut aufgestellt und Gladbach als Titelverteidiger. Und bei Düsseldorf weiß man nie was passiert. Zudem war Krefeld letztes Jahr lange dran und sie werden auch dieses Jahr oben mitspielen. Und auch wir haben eine Chance.

Wenn man sich die Teams an sieht, kann man mit Fug und Recht von der stärksten Liga seit Jahren sprechen?

Wir sind stärkste Liga der Welt. Wir waren letztes Jahr schon stark. Wir müssen uns vor keinem verstecken. Hier sieht man die Weltklassespieler haut nah und hat sie zum Anfassen. Die Spieler sind hier für jedes Autogramm zu haben. Das macht sie auch so reizvoll. Diese sieben Wochen sind ein Highlight im Jahr.

Dieses Jahr findet die Bundesliga mit nur neun Teams statt. Ist es rein sportlich ein Vor- od. ein Nachteil? Und haben Sie die Hoffnung, dass es nächstes Jahr wieder zehn Teams in der Liga gibt?

Wir hätten auch mit zehn Teams gespielt. Nächstes Jahr werden es wohl wieder zehn Teams sein. Der Vorteil ist, dass so alle Teams vier Heim- und vier Auswärtsspiele haben. Das geht in Ordnung. Die Bundesliga ist sehr gesund. Die Spieler verdienen ihr Geld auf der Tour und freuen sich auf die Liga als Vorbereitung auf die Tour. Da hat sich vieles relativiert.

Auch für die jungen Spieler ist eine gute Erfahrung neben den Stars zu spielen. Es gibt keinen deutschen Spieler mit einem hohen Level der keinen Verein findet. Es gibt bei allen Vereinen gute Strukturen und die Leute in den Clubs stehen alle dahinter. Vor zehn bis zwölf Jahren war es deutlich schwieriger. Die Wertschätzung unter den Vereinen ist inzwischen sehr hoch. Wenn es vor einigen Jahren noch überraschend war, welcher guter Gegner spielt, sagen wir heute  dem Gegner vorher welche Topleute bei einem spielen, damit sie Zuschauer gewinnen können.

Mit Tommy Haas haben sie einen deutschen Publikumsliebling für Grün-Weiss Mannheim gewinnen können. Was erwarten Sie sich von Ihm?

Es ist eine Ehre das Tommy bei uns spielt. Er war schon einmal zwei Jahre für uns im Einsatz. Er wird auf jeden Fall Publikumsliebling werden. Wenn ein Spieler nach seiner langen Karriere in der Bundesliga spielt, ist das toll für die Fans und eine Aufwertung für die gesamte Liga. Tommy ist ein Leader und ein toller Athlet, ohne wenn und aber. Dies wird das auch hier zeigen.

Wie groß ist der Nachteil erst am zweiten Spieltag in die Liga zu starten?

Mir wäre lieber ein Spiel in Woche eins lieber gewesen. Aber das geht schon in Ordnung. Aus Mannheimer Sicht ist der Spielplan sehr schwer. Dieses Jahr hat es uns getroffen. Los geht es gegen Düsseldorf mit den Zverevs und dann folgt das Derby mit den topbesetzten Weinheimern. Alles ist offen. Wir werden immer versuchen mit einer Topbesetzung zu spielen. Tommy wird ein Heimspiel dabei sein. Bei Dominic (Thiem, Anm. Red.) entscheidet sein Trainer, ob er ein Mal spielen wird. Das liegt nicht in unserer Hand. Das er überhaupt spielen könnte, ist schon gut. Federico (Delbonis, Anm. Red.) wäre seine ohne Verletzung bei mir an eins gesetzt. Nach Paris wird sich die Reihenfolge der Meldungen noch ändern.

Mit was für einem Saisonverlauf rechnen Sie?

Alles wird diese Saison wieder so eng beieinander sein. Es gibt keinen Spieltag, wo man vorher weiß, wie es ausgeht. Daher kann es oben und unten Überraschungen geben. Selbst ein Verein, der das Ziel Top 3 oder 4 ausgegeben hat, kann dieses Jahr auch absteigen. Da muss es nur zwei oder drei enge Entscheidungen gegen einen geben oder ein bis zwei längere Verletzungen und schon kann die Saison ganz schwer werden. Die Tabelle wird sich jeden Spieltag ändern. Heute können auch Spieler auf Position elf bis 13 die Topspieler schlagen.

 

Morgen gibt es das große Finale unserer Interviewserie und der Meister des Vorjahrs, Badwerk Gladbacher HTC, kommt in Person von Teamchef Henrik Schmidt zu Wort. Der amtierende Meisterteamchef verrät im Interview, warum ganz Gladbach noch auf Wolke sieben ist, wie man innerhalb des Clubs mit dem Erfolgsdruck umgeht und was das sportliche Geheimnis des Meisters ist.

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