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Punkteteilung im Spitzenspiel - Die Highlights des 3. Bundesliga-Spieltags

Wir zeigen in Kooperation mit Sportdeutschland.tv die Tennis-Point-Bundesliga live. Per Livestream werden fast alle Spiele der Liga übertragen. Zudem gibt es Zusammenfassungen der Partien. Heute ab 10 Uhr mit den Spielen: Badwerk Gladbacher HTC vs. fläsh TC Weinheim 1902,  Allpresan Rochusclub BL-Team vs. TK Kurhaus Lambertz Aachen, HTC Blau-Weiß Krefeld e.V. vs. TV Reutlingen und das Topspiel TK GW Mannheim vs. GERRY WEBER-Team BW Halle.

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"Sehen uns als Underdog"

Am 8. Juli startet die neue Bundesligasaison der Tennisherren. Kurz vor dem Start der Liga sprachen wir mit den Teamchefs der Vereine über ihre Erwartungen, ihre Meisterschaftsfavoriten und um die heißen Duelle gegeneinander. Zum Start der Serie kommt heute der Aufsteiger aus Reutlingen in der Person von Rainer Renz zu Wort. 

 

Herr Renz, nach dem der Verein sich im Herbst letzten Jahres für den Aufstieg entschieden hat, ist einiges passiert. Unter anderem gab es ja auch im Kader einige Umbesetzungen!

Renz: Im September/Oktober waren wir uns einig, dass wir den Platz in der ersten Bundesliga annehmen. Das war eine klare Entscheidung vom Club und mir als Geschäftsführer der TVR Sport GmbH. Es war klar, dass wir unseren Kader zusammenhalten wollen. Diese Saison soll ein Dankeschön an die Spieler sein, mit denen wir aufgestiegen sind. Wir hatten ein sehr gutes Team und eine gute Stimmung. Unser Schwerpunkt liegt auf einem deutschen Team mit unserem Routinier Michael Berrer.

Wir haben lediglich zwei Abgänge zu vermelden. Von Guinluca Mager hatten wir uns getrennt, weil er nicht in dieses Team passte. Dann ging noch Alessandro Giannessi überraschend nach Krefeld. Er war unzufrieden, dass wir ihn im Spitzenspiel gegen Großhesselohe nicht eingesetzt hatten. Es war eine klare Entscheidung von uns, dass wir andere Spieler für dieses Spiel bevorzugten. Der Teamgeist und der Kampf standen im Vordergrund. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung. Wir haben in Matteo Berrettini einen sehr guten Ersatz gefunden.

 

Nach dem Aufstieg sagten Sie, dass man für die Liga professioneller im Klub aufgestellt werden muss. Was ist in den letzten Monaten dort passiert?

Renz: Wir ziehen es professionell im Rahmen unserer Möglichkeiten auf. Wenn man dann in die Fußstapfen der großen Klubs treten will, müssen wir erst einmal einen großen Schritt gehen. Das ist oft für ein Jahr schwierig. Natürlich gehen wir optimistisch in die Runde, aber wir sehen uns, nachdem wir die Meldungen der anderen Klubs mitbekommen haben, schon als Underdog. Das ist aber für einen Aufsteiger in dieser etablierten Szene immer dasselbe. Wir wollen es professionell machen und das sind wir auch unseren Zuschauern schuldig. Wir messen uns da aber nicht mit den großen Traditionsclubs.

 

Sie haben das Wort Underdog benutzt. Will man nach dem Vorbild von Weinheim im Vorjahr, die Großen der Liga ärgern?
Renz: Was Weinheim geleistet hat, ist aller Ehre wert. Sie haben schon recht früh die Weichen für den Klassenerhalt gestellt. Da kann man nur den Hut ziehen. Was Weinheim im letzten Jahr geleistet hat, dass war sensationell. Die haben mit John Millman einen Spieler, der in der Liga neu war, aber im ersten Jahr gleich seine Siege eingefahren hat. Ja, ich denke auch, das 3:3 bei Grün-Weiß Mannheim im Derby, das war ein Highlight in der Clubgeschichte.

 

Ist es vielleicht für Reutlingen das kleine Problem, dass die Aufsteiger in diesem Jahr von keinem unterschätzt werden?

Renz: Oftmals gewinnt nicht die beste Mannschaft. Wir haben es gegen Großhesselohe in der letzten Saison gesehen, dort sind die Spieler über sich hinaus gewachsen, obwohl sie von der Papierform her keine Chance hatten. Das sind die Besonderheiten, wo Kräfte frei werden. Ja klar werden wir alles versuchen, die Liga zu halten. Wir haben auch eine Basis für die zweite Liga, wo kein kompletter Neuanfang gemacht werden müsste. Wir freuen uns aber erst einmal auf die Saison und werden da alles dransetzten einen ähnlich guten Sport wie im Vorjahr zu zeigen.

 

Wen sehen Sie dort als Mitkonkurrenten?

Renz: „Es wird wahrscheinlich der zweite Aufsteiger, Neuss sein. Man  kann nach letzter Saison nicht damit rechnen, dass man Weinheim dazu zählen muss. Im Gegenteil, die haben mit Yannick Hanfmann einen Spieler, der sich ganz nach vorne gespielt hat. Ich will gar nicht auf die anderen Clubs schauen. Wir schauen nur auf uns. Auch andere Mannschaften werden nicht immer komplett mit den ersten Vier spielen, weniger aus finanziellen Gründen, sondern weil die Spieler nicht zur Verfügung stehen, es ist immer auch eine Art Lotteriespiel.

 

Kommen wir auf den Ligastart zu sprechen. Trotz schweren Auftaktprogramms wird es auch in Reutlingen darum gehen schnellstmöglich die Punkte zu holen, um etwas Ruhe in den Verein zu bringen.

Renz: Wir haben ein hartes Auftaktprogramm. Wir beginnen zu Hause gegen den Deutschen Meister von 2016 (Gladbach, Anm. d. Red.). Danach geht es nach Halle, dem amtierenden Meister. Wieder eine schwere Aufgabe. Und dann gibt es das schwere Match gegen Krefeld. Die Begegnungen gingen in der Vergangenheit immer für Krefeld aus. Für die ersten Spiele können und dürfen wir uns da wenig Hoffnung machen. Danach geht es gegen Aachen. Auch da haben wir keine leichte Aufgabe. Es ist schwierig, ich denke, bis zum Saisonende ist nichts entschieden.

 

Gerade Gladbach hatte zu Beginn große Probleme gehabt. Ist das vielleicht wieder eine Chance?
Renz: Vielleicht haben sie aus diesen Problemen ihre Lehren gezogen! (Renz schmunzelt) Wir werden unabhängig von unseren Gegnern, unser Team von Spieltag zu Spieltag benennen. Wenn es den Gladbachern gelingt, bei uns stark aufzuspielen und an einem anderen Tag nicht, dann ist es für uns bedauerlich.

 

Sie rechnen aber, dass es bis zum letzten Spieltag im Abstiegskampf spannend bleibt?
Renz: Ich hoffe es!

 

Wer sind ihrer Meinung nach die Meisterschaftsfavoriten?

Renz: Auf jeden Fall der letztjährige Deutsche Meister Halle. Dann natürlich unser badischer Nachbar Mannheim. Ich denke auch, Gladbach wird sich wieder an die großen Favoriten dransetzen. Krefeld kann in manchen Spielen das Zünglein an der Waage sein. Aachen ist ein routiniertes Team, sie hatten aber einige Abgänge gehabt. Von den Namen sind sie nicht ganz vorne anzusiedeln, aber von ihrer Erfahrung her, können sie so manchem Team ein Schnippchen schlagen. Wenn Düsseldorf mit beiden Zverevs auflaufen sollte, wären die unschlagbar.

 

Gibt es ein Spiel, auf welches Sie sich besonders freuen?

Renz: Ich freue mich auf jeden Fall auf das Spiel in Halle. Ich war schon einmal dort. Sie haben dort eine wunderschöne Anlage. Das wird eine schwierige Aufgabe. Natürlich sind die Spiele gegen den Rochusclub Düsseldorf und gegen Aachen etwas Großartiges. Gegen den Rochusclub ein Heimspiel zu haben ist etwas Besonders. Der mehrmalige Meister Aachen ist was Schönes. Man freut sich, unter den zehn besten Tennisteams zu sein.

 

Morgen geht es dann weiter mit dem zehnmaligen Meister aus Neuss. Mit Marius Zay sprachen wir über den Erwartungsdruck, das schwere Auftaktprogramm und die Neuzugänge des Clubs.

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